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Theater am Park: Gründlich machen, richtig machen, entschlossen umsetzen

Zum Stand der Beantragung von Landesmitteln zur Sanierung des Theaters am Park (TaP) erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecher, Olaf Michael Ostertag:

„Das Theater am Park soll seit langem saniert werden. Dies gestaltet sich als besonders schwierig, da es sich um ein großes, für überregionale Bedeutung errichtetes Haus handelt, für das es in den schmalen Bezirkshaushalten eigentlich keinen passenden Haushaltstitel gibt. Dennoch hat sich der Bezirk Marzahn-Hellersdorf entschlossen, das Theater gemeinsam mit dem Trägerverein TaP e.V., als Stadtteil- und Kulturzentrum zu erhalten. Am 26. Juni 2021 wird der Trägerverein 30. Geburtstag feiern. Wir gratulieren zu einer Erfolgsgeschichte, die möglichst auch mit und nach der Sanierung fortgesetzt werden soll.

Die angestrebte Finanzierung aus GRW-Mitteln birgt jedoch ihre Tücken (GRW = „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“). Denn die Wirtschaftsförderung ist für touristische Anziehungspunkte gedacht. Gleichzeitig muss die jetzt erarbeitete Zielplanung das begrenzte Fördervolumen berücksichtigen. Das heißt, dass weniger groß gedacht werden kann, als es für die spätere Programmgestaltung wünschenswert wäre.

Wir würden es begrüßen, wenn der große Theatersaal wieder in Betrieb gehen könnte – und auch nach der Sanierung einen Orchestergraben hätte. Ebenso wäre eine attraktive Programmgestaltung wünschenswert, die insbesondere große Produktionen aus dem Bereich des musikalischen und des Tanztheaters beinhaltet. Tatsächlich kann die Empfehlung jedoch lauten, dass die Bühne überdimensioniert erscheint und verkleinert werden sollte. Damit wäre wiederum das Förderkriterium „touristischer Anziehungspunkt“ unterlaufen.

Die Linksfraktion unterstützt das Bezirksamt ausdrücklich in dem Bestreben, die Sanierung voranzutreiben. Wir begrüßen es zudem sehr, dass an der Betreibersituation über den „TaP e.V.“ festgehalten werden soll. Jedoch ergeben sich aus der angestrebten Finanzierung der Sanierung Schwierigkeiten, die ständig im Blick behalten werden müssen.
Der Betrieb des Großen Saales wird nämlich dauerhaft öffentliche Subventionen benötigen. Aber auf eine dauerhafte Einstellung von höheren Zuweisungen für das TaP ist unser Bezirkshaushalt bislang noch nicht im Mindesten vorbereitet. Dabei wären diese sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die berüchtigten IKT-Kosten (kalkulatorische Kosten für die Nutzung einer Immobilie, die beim jeweiligen Fachbereich den Haushalt strapazieren) frühzeitig und langfristig einzuplanen. Worauf die Linksfraktion bei den Haushaltsaufstellungen der kommenden Wahlperiode besonders achten wird.

Daher ist es verfrüht, wenn Christian Gräff (CDU) verkündet, das Geld sei beschafft und demgemäß sei mit der Sanierung vom TaP alles klar. Fallstricke und Fußangeln lauern überall bei diesem Projekt. Nur wer sich dessen bewusst ist, kann vermeiden zu stolpern. Deshalb wünschen wir uns: Gründlich machen, richtig machen, aber dann auch entschlossen umsetzen. Nicht nur beim TaP, sondern generell.“