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Rapper-Sexismus in Hellersdorf?

Zur geplanten Autogrammstunde des Rappers "Fler" (Aggro Berlin) im Elektromarkt "Saturn" in Hellersdorf (Helle Mitte) erklären der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Partei DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf Bjoern Tielebein, sowie der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf von Berlin Klaus-Jürgen Dahler:

Mit großem Unverständnis mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Elektrokette "Saturn" den Rapper "Fler" (Aggro Berlin) am kommenden Freitag, den 25. 01. 2008 zu einer Autogrammstunde in ihre Hellersdorfer Filiale geladen hat.

Die Liedtexte von "Fler" sind rassistisch und zutiefst frauenfeindlich. Sie reproduzieren ein unterdrückendes Rollenverständnis und stellen Frauen als wertlose Sexual-Objekte dar. "Fler" verharmlost zudem Gewalt an Frauen und propagiert deren Vergewaltigung.

Mehrfach wurden antisemitische Äußerungen des Rappers öffentlich. Homosexuellen-Feindlichkeit ist Teil seines Programms.

Die Jugendfreizeitstätten "Roter Baum" und "Eastend" haben bereits zwei Informationsveranstaltungen zu "Aggro Berlin" für Jugendliche und Akteure der Hellen Mitte durchgeführt und auf die durchweg sexistischen Texte hingewiesen. Umso unverständlicher, dass sich das Saturn-Management offenkundig entweder nicht mit den Werken von "Fler" auseinander gesetzt hat, oder keine Probleme mit dessen Inhalten zu haben scheint.

Wir fordern die Elektrokette "Saturn" auf, die geplante Autogrammstunde nochmals zu überdenken. Derart menschenverachtende Liedtexte, wie sie "Fler" "besingt", dürfen nicht kritiklos hingenommen werden.

DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf und ihre Fraktion in der BVV unterstützen Projekte, die sich gegen patriarchalische und unterdrückende Gesellschaftsstrukturen engagieren. Wir setzen uns für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Die Mitglieder unserer Partei stellen homophoben und sexistischen Ansichten ihren entschiedenen Widerstand entgegen.