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Personalmangel im Bezirksamt beheben!

Im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf sind insgesamt 253 Stellen unbesetzt. Das geht aus der Antwort einer Kleinen Anfrage des Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf, Bjoern Tielebein, hervor. Dazu erklärt Herr Tielebein:

Unser Bezirk liegt im Vergleich der Bezirke laut einer Aufstellung des Finanzsenators, veröffentlicht in der Berliner Morgenpost vom 28. März 2019, bei den unbesetzten Stellen an drittletzter Stelle, wobei dort von 186 unbesetzten Stellen ausgegangen wird. Wird von der vom Bezirksamt genannten Zahl von 253 unbesetzten Stellen ausgegangen, hätte unser Bezirk den Spitzenplatz im Bezirksranking. Über eine Kleine Anfrage habe ich die genauen Zahlen zur Stellenbesetzung in Marzahn-Hellersdorf erfragt.  

Im gesamten Jahr 2018 hat das Bezirksamt 170 neue Mitarbeiter*innen eingestellt und 414 Auswahl- bzw. Stellenbesetzungsverfahren begonnen. Von diesen waren 90 erfolgreich und 170 laufen noch. 154 Verfahren wurden abgebrochen. Als Grund für die abgebrochenen Verfahren nennt das Bezirksamt zum einen das Fehlen einer ausreichenden Bewerbungslage. Bei 68 von diesen 154 abgebrochenen Verfahren gab es keine einzige Bewerbung, bei 47 Verfahren gab es 1-4 Bewerbungen. Weitere Gründe für den Abbruch waren Absagen wegen Doppelbewerbung und Absagen auf Grund zu geringer Vergütung. Die Stellenausschreibungen werden laut Bezirksamt nur über die entsprechenden Webseiten des Bezirkes des Landes und des Bundes sowie die Jobbörse der Arbeitsagentur und gegebenenfalls Tages- oder Fachzeitschriften beworben. Das ist meiner Ansicht nach zu wenig. Wir müssen mehr für die Arbeit in unserem Bezirk werben.

Auch dauern die Verfahren der Stellenbesetzung zu lange: Im Schnitt sind es fast sechs Monate, die bis zum Tag des Abschlusses des Arbeitsvertrages vergehen. Der Wissenstransfer gestaltet sich damit schwierig: So wurden im Jahr 2018 lediglich 12 Maßnahmen des Wissenstransfers realisiert.

Zusammenfassend gibt es in Marzahn-Hellersdorf drei Problemfelder bei der Stellenbesetzung:

  1. Die unzureichende Bewerbung der Stellenausschreibungen.
  2. Die zu geringe Vergütung.
  3. Die lange Dauer der Einstellungsverfahren.

Die Linksfraktion fordert das Bezirksamt deshalb auf, die Bewerbungsverfahren so zu gestalten, dass die Verfahren schneller zum Ziel führen. Dazu gilt es zunächst zu evaluieren, wo welche Verantwortlichkeiten für die Ausschreibungsverfahren liegen. Wofür ist das zentrale Bewerbungs- und Karrierebüro des Bezirkes verantwortlich und wofür die einzelnen Ämter? Wie ließen sich in diesem Bereich die Prozesse effektiver gestalten? Außerdem müssen ausgeschriebene Stellen auch auf den einschlägigen Bewerbungsplattformen offensiver beworben werden. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Vergütung, die gegebenenfalls über die Erfahrungsstufen angepasst werden muss, wenn es zu wenig Bewerbungen gibt.

Marzahn-Hellersdorf braucht dringend mehr Personal. Schon jetzt ist unser Bezirk, der mit dem höchsten Krankenstand. Das liegt zum einen an der Überlastung und zum anderen an der Überalterung, die sich in Zukunft noch weiter verschärfen wird, wenn wir hier nicht nachsteuern. Die Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirkes müssen sich auf eine funktionierende Verwaltung verlassen können, wenn sie ein Anliegen haben. Sei es beim Bürgeramt, der Elterngeldstelle oder beim Ordnungsamt. Ebenso können sie erwarten, dass Grünflächen gepflegt werden und hier nicht nur die nötigsten Arbeiten zur Verkehrssicherung durchgeführt werden.

Kinderfest am Theaterplatz

Kinderfest und Politikertalk auf dem Theaterplatz in Hellersdorf mitten im Juli, in den Sommerferien. Kinder und ihre Eltern hatten gleichzeitig das Vergnügen, entweder ins kühlende Nass zu hopsen, zu angeln, zu basteln, zu hüpfen, gemeinsam Musik zu machen, große Seifenblasen zu produzieren, sich schminken zu lassen oder mit den Veranstalterinnen und Veranstaltern der LINKEN ins Gespräch zu kommen, wie hier zu sehen mit Petra Pau (Bildmitte).

Sichtlich zufrieden ließen sie es sich gutgehen und brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass ein solches Fest für die Kinder und mit Politikerinnen und Politikern zum Reden und Anfassen keine Eintagsfliege sein mag. An uns soll‘s nicht liegen. Wir planen das mindestens einmal im Jahr in diesem Kiez. Sabine Schwarz