19 Uhr, Linker Treff, Henny-Porten-Straße 10-12, 12627 Berlin
Diskussion mit Dr. Angelika Timm, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Leiterin des Regionalbüros Tel Aviv, Israel
Seit März 2009 ist die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit zwei Büros in der Nahostregion vertreten. Der Eröffnung ihrer Repräsentanz in Ramallah Anfang Oktober 2008 folgte am 11./12. März die Einweihung des Israel Office in Tel Aviv. Damit sind - wie der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Dr. Harald Kindermann, in seiner Grußansprache am 11. März würdigend hervorhob - alle parteinahen Stiftungen der im Bundestag vertretenen Parteien in Israel präsent. Die Weimarer Republik, so Kindermann, sei an „der fehlenden Verteidigung der Demokratie zugrunde gegangen“. Für alle deutschen Demokraten, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit, bedeute das Vermächtnis Rosa Luxemburgs heute, der Gewalt und insbesondere dem Antisemitismus zivilgesellschaftlichen Widerstand entgegen zu setzen.
RLS-Geschäftsführer Florian Weis drückte die Hoffnung aus, dass die Tätigkeit eines Büros vor Ort den Austausch deutscher und israelischer Linker befördern und vielfach neue Ansätze für die Zusammenarbeit schaffen könne. Zu den thematischen Schwerpunkten der Stiftungsarbeit gehöre die Beantwortung der Frage, was heute links und sozialistisch sei – eine Herausforderung, der sich gegenwärtig insbesondere auch israelische Linke ausgesetzt sehen