Zurück zur Startseite
4. Dezember 2017 Marzahn-Hellersdorf

Anecken – völlig normal!

Zum Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember erklärt Sabine Schwarz für die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf:

„All diese schrillen Gestalten, die sich und andere immer wieder nachhaltig beunruhigen (…), bringen Farbe in ein dahinplätscherndes Leben, es sind die Aufreger, die Übertreiber, die allzu kantigen Gestalten, an denen man sich gelegentlich verletzen kann und an denen man zugleich kaum vorbeikommt. (…) Die Frage nach der Ewigkeit stellt sich erst angesichts der Unwiederholbarkeit eines Menschen und wer da genauer hinsieht, kann Außergewöhnlichkeit eines jeden Menschen gewahren. Dann kommen in hellen Momenten sogar hinter dem Schleier der wohlanständigen Normalität (…) die längst vergessenen Farben zum Vorschein, und an diese einmaligen Färbungen erinnert man sich, wenn man sich an Menschen erinnert.“
Diese bemerkenswerten Worte stammen von Manfred Lütz, Psychiater und Bestsellerautor. Sie beschreiben gut die Distanz, mit der Menschen oft andere Menschen, besonders die mit körperlichen und physischen Einschränkungen wahrnehmen. Allzu schnell ist ein Stempel, eine Schublade parat.

Das große Engagement in den Wohnprojekten, den Werkstätten für behinderte Menschen und den anderen sozialen Projekten im Bezirk M-H ist beeindruckend. Am Thementisch der bezirklichen Koordinierungsstelle Inklusion und im Ausschuss Gesundheit, Menschen mit Behinderungen ist es regelmäßig ein Thema, ansonsten für die Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkbar. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen hat sich zum Ziel gestellt, dies zu ändern und setzt sich seit Jahren dafür ein, den Belangen der Menschen mit Behinderungen mehr Gehör zu verschaffen. In Zeiten knapper Kassen - eine Sisyphusarbeit, in die sich jedes Beiratsmitglied mit Hartnäckigkeit, Leidenschaft und sehr eigenem Sachverstand einbringt.