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6. März 2017 Marzahn-Hellersdorf

Wie geht es weiter mit dem Gut Hellersdorf?

Seit Jahrzehnten liegt das Gut Hellersdorf in einem Dornröschenschlaf. Der Berliner Senat und die GESOBAU planen auf dem Gut Hellersdorf eine Gesamtentwicklungsmaßnahme. Das Gut soll denkmalgerecht saniert und entwickelt, die angrenzenden eigenen Gebäude der GESOBAU an der Straße Alt-Hellersdorf modernisiert und Wohnungsneubau auf Grundstücksflächen an der Zossener Straße errichtet werden. Um den aktuellen Stand der Entwicklung des Guts Hellersdorf und weitere Planungsschritte nachvollziehen zu können, hat sich der Hellersdorfer Wahlkreisabgeordnete Kristian Ronneburg an den Berliner Senat und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU gewandt. Dazu erklärt Kristian Ronneburg:

Ein lebendiges und spannendes neues Quartier, das bezahlbares Wohnen für alle Menschen, einen wirtschaftlichen Gewerbestandort mit kreativen Räumen für Kunst und Kultur verbindet – diese ehrgeizigen Ziele verfolgen der Berliner Senat und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU bei den Planungen für die Entwicklung des Gut Hellersdorf.

Um die Gesamtentwicklungsmaßnahme zu realisieren, findet seit geraumer Zeit ein Übertragungsprozess landeseigener Grundstücke an die GESOBAU statt. Seit Dezember 2016 hat das Land Berlin bereits vier Grundstücke an der Zossener Straße und der Straße Alt-Hellersdorf übertragen. Die zeitnahe weitere Einbringung von Grundstücken am Havelländer Ring und Alt-Hellersdorf soll bald erfolgen.

Ziel der Gesamtentwicklungsmaßnahme ist die vollständige Erschließung der Flächen. Zur Entwicklung dieser Flächen wird es ein Bebauungsplanverfahren geben. Derzeit werden entsprechende Erschließungs- und Verkehrskonzepte entwickelt und Gutachten erstellt. Die umfangreichen Erschließungsmaßnahmen sollen in den Jahren 2018-2019 und die Errichtung von Wohnungsbau in den Jahren 2020-2022 stattfinden. Auf dem Gut Hellersdorf sollen ca. 350 Wohnungen auf dem östlichen Teil des Gebietes entstehen. Der westliche Teil des Gutes soll denkmalgeschützt saniert werden. Zudem werden auf den Wohnbauflächen an der Zossener Straße ca. 890 Wohnungen errichtet werden.

Ich unterstütze ausdrücklich die Planung auf dem Areal Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung, mit einem besonderen Fokus auf Haushalte mit geringem Einkommen, zu schaffen. Auch Wohnungen für Studierende und Seniorinnen und Senioren sind vorgesehen.

Für mich ist es außerordentlich wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich in den weiteren Verlauf der Entwicklung des Guts Hellersdorf einbezogen und informiert werden. Der Berliner Senat und das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf haben angekündigt, dass die öffentliche Beteiligung an den Bauplänen voraussichtlich im Winter 2017 bis Frühjahr 2018 stattfinden wird. Zudem plant das Bezirksamt gemeinsam mit der GESOBAU eine vorzeitige Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger. Ebenso wird an einem umfangreichen Kommunikationskonzept unter Berücksichtigung einer eigenen Internetplattform gearbeitet.
Ebenso von großer Bedeutung ist die Einbeziehung der vor Ort ansässigen und tätigen Gewerbetreibenden. Es freut mich daher sehr, dass die GESOBAU angekündigt hat, die Gewerbetreibenden einzubeziehen und sich für die Ansiedlung weiterer Gewerbetreibender zu engagieren. Im März 2017 soll eine erste Begehung mit den Mieterinnen und Mietern stattfinden. Darüber hinaus ist eine erste Informationsveranstaltung geplant.