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9. November 2016 Marzahn-Hellersdorf

Gedenken an 78. Jahrestag der Novemberpogrome

Am 9. November 2016 jähren sich die Novemberpogrome zum 78. Mal. Dazu erklärt Kristian Ronneburg, stellv. Bezirksvorsitzender der LINKEN und Abgeordneter für Hellersdorf-Süd/Kaulsdorf-Nord:

"Am 9. November gedenken wir der Millionen Jüdinnen und Juden, die unter den Nazis gequält, gefoltert und ermordet worden sind. Die Novemberpogrome markierten in Deutschland den Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die schließlich in der Shoa mündete. 78 Jahre später erleben Antisemitismus, Rassismus und völkischer Nationalismus wieder deutlichen Auftrieb in Deutschland.

Das Gedenken an die Novemberpogrome ist verbunden mit der Verpflichtung Rassismus, Antisemitismus und der Hetze gegen Menschen, die sich durch ihre Überzeugungen oder Lebensweise von der Mehrheit unterscheiden, entschieden entgegenzutreten. In Zeiten großer Verunsicherung versuchen Rechtspopulisten und Menschenfeinde dieser Tage Menschengruppen wieder zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme zu deklarieren. Dem müssen sich alle Demokratinnen und Demokraten entschieden entgegen stellen und sichtbare Zeichen für ein friedliches und solidarisches Miteinander setzen."

Am 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome, trafen sich Kaulsdorferinnen und Kaulsdorfer, um an die Opfer der Nationalsozialisten zu erinnern. Ihre Namen dürfen niemals vergessen werden! Daran erinnern zahlreiche Stolpersteine, die geputzt und an denen Kerzen entzündet wurden.