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10. Juni 2016 Marzahn-Hellersdorf

Was passiert am Anger?

Einleitend stellte Herr Weißbach das neue Einkaufszentrum „Am Anger“ mithilfe einer Präsentation des Architekten Dipl.-Ing. Manfred Schenk vor. Die Planung sieht eine Gesamtverkaufsfläche von 6668 m² vor. Im Erdgeschoss des jetzt schon sichtbaren nördlichen Gebäudes wird es eine Apotheke, einen Friseur und einen Lottoladen geben. Im Obergeschoss werden ein Zahnarzt und eine Physiotherapiepraxis einziehen. Auf der gegenüberliegenden Seite entstehen größere Ladenflächen für ein Schuhgeschäft, einen Haushaltswarenladen einen Textilmarkt und einen Drogeriemarkt. Außerdem wird die Kaiser’s-Filiale inklusive Backshop in den südlichen Neubau einziehen. Unklar ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch was mit dem Gebäude der derzeitigen Kaiser’s-Filiale passiert.

Ende Juli 2017 soll das gesamte Bauvorhaben fertig sein. Noch Ende Juni dieses Jahres soll der nördliche Gebäudekomplex übergeben werden. Die alte Ladenzeile kann dann freigezogen und abgerissen werden. Die Verzögerung der Fertigstellung liegt laut Weißbach vorrangig an den Wasserbetrieben sowie der Verkehrslenkung Berlin.

Ein städtebaulicher Vertrag mit dem Bauträger regelt die öffentliche Durchwegung und Ausgleichsmaßnahmen im Grünbereich. So soll der Grünbereich südlich der neuen Bebauung aufgewertet und auch die Plansche erneuert werden. Den Erhalt der Skulpturen im Park am Bäckerpfuhl regelt ebenso der städtebauliche Vertrag.

Viele Bürgerinnen und Bürger bedauern die Zerstörung der Mosaikwand „Wir schützen unsere Umwelt“. Der städtebauliche Vertrag sollte auch deren Erhalt sichern. Christian Gräff versicherte jedoch, dass die Mosaikwand anhand von Fotos wieder aufgebaut wird. Um weitere Zerstörungen zu verhindern hatte sich die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf in der Bezirksverordnetenversammlung erfolgreich für die Sicherung der Skulptur „Märkische Dorfszenen“ von Karl Blümel eingesetzt.

Was mit der Fläche der alten Kaufhalle im nordöstlichen Teil des Areals – ebenfalls im Besitz des Eigentümers des neuen Zentrums – der passiert ist noch unklar. Möglicherweise könnte eine Seniorenresidenz entstehen. Aber auch Wohnungsneubau wäre hier denkbar.

Viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern konnten im Verlauf der Informationsveranstaltung geklärt werden – wenn auch nicht immer zur Zufriedenheit aller. Ich denke, dass die bauliche Aufwertung des Areals dem Kiez gut tut. Es bleibt zu hoffen, dass sich solche kleinen Zentren – wichtig vor allem für die älter werdende Bevölkerung – gegen Einkaufsparks auf der grünen Wiese, wie den Kaufpark Eiche, der auch gerade erweitert wird, durchsetzen können. Ich werde am Thema dran bleiben und sobald es Neuigkeiten gibt, wieder zu einer Informationsveranstaltung einladen.