Zurück zur Startseite
22. Januar 2015 Marzahn-Hellersdorf

Voller Saal bei Diskussionsveranstaltung zum östlichen Helene-Weigel-Platz

Regina Kittler, Juliane Witt, Bjoern Tielebein, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Eisentraut (v.l.n.r.)

Am 22. Januar 2015 lud die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf zu einer Anwohner*innenversammlung zur Zukunft des östlichen Helene-Weigel-Platzes in das Alte Rathaus Marzahn ein.

Der Helene-Weigel-Platz ist eines der Zentren Marzahns. Neben Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier die Stadtteilbibliothek "Erich Weinert", Ärzte und das Alte Rathaus Marzahn mit den Büros der Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung und des Stadtentwicklungsamtes. Am östlichen Helene-Weigel-Platz ist bisher noch wenig passiert.

Die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf fordert vom Bezirksamt einen Plan zur Erneuerung der Gehwegplatten, zur Verbesserung der Wegebeziehungen und zur Gestaltung des Geländes rund um das ehemalige Kino "Sojus". Die Immobilie des "Sojus" ist ein wichtiger Bestandteil des östlichen Helene-Weigel-Platzes. Bisher bekannte Vorhaben des Eigentümers für einen Einzelhandelsstandort werden von der Linksfraktion äußerst kritisch betrachtet. Sie setzt sich für eine Zukunft des Gebäudes ein. Der Bezirk muss kreative Wege suchen, um das Gebäude des "Sojus" wieder zu einem lebendigen Ort zu machen.

Über die Gestaltung des östlichen Helene-Weigel-Platzes diskutierte die Linksfraktion am 22. Januar 2015 mit vielen Anwohner*innen in der Kantine des Alten Rathaus Marzahn. Viele Anwohner*innen brachten interessante Ideen zur Nutzung des ehemaligen Kinos "Sojus" ein und möchten, dass in dem Gebäude wieder leben einzieht. Prof. Eisentraut - neben der Abgeordneten für Marzahn-Süd Regina Kittler, der LINKEN Kulturstadträtin Juliane Witt und dem Vorsitzenden der Linksfraktion Bjoern Tielebein Podiumsgast - zeigte auf ersten Skizzen wie er sich eine neue Gestaltung des östlichen Platzes vorstellt. Von Prof. Eisentraut kam auch die Idee, das Sojus zunächst so herzurichten, dass es wieder für Kulturveranstaltungen oder auch als Programmkino für Studentenfilme genutzt werden kann.

Von Anwohner*innen kamen Ideen, die lokale Wirtschaft inden Erhalt und die Entwicklung einzubeziehen oder auch über Fundraising den Kauf zu finanzieren. Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) nannte einen Kaufpreis zwischen 300.000 und 500.000 Euro. Ein von der Linksfraktion eingebrachter Prüfantrag wurde in der letzten BVV-Sitzung abgelehnt, obwohl viele Menschen an einer Zukunft des Hauses interessiert sind. Auch Bezirksstadtrat Gräff scheint einem Kauf nicht mehr abgeneigt zu sein, wie gestern deutlich wurde. Die Fraktion bleibt am Thema dran und wird sich demnächst mit interessierten Akteuren aus dem Bezirk zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen. Im Raum steht die Idee einen "Freundeskreis Sojus" zu gründen.