Zurück zur Startseite
11. Dezember 2015 Marzahn-Hellersdorf

Übergangslösung für die Achard-Schule!

Derzeit werden die Schülerinnen und Schüler der Franz-Carl-Achard-Grundschule täglich mit Bussen in das 10 km entfernte Ausweichgebäude der Marcana-Schule nach Marzahn-Nord gebracht. Für die Kinder bedeutet das vor und nach dem Schulunterricht jeweils mindestens eine halbe Stunde anstrengende Fahrt. Deshalb setzen wir uns für eine schnellstmögliche Beschulung der Schülerinnen und Schüler der Franz-Carl-Achard-Grundschule in ihrem Wohn-umfeld ein. In der BVV-Sitzung im November haben wir dazu einen Antrag eingebracht und gefordert, Varianten für eine Übergangslösung zu prüfen. Eine Mehrheit aus SPD, CDU und Bündnisgrünen stimmte dagegen. Auch der SPD-Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Stefan Komoß (SPD) nimmt lieber weiterhin den langen Schulweg der Kinder in Kauf. Er will das alte Schulgebäude der Achard-Schule nun abreißen und am Standort einen Modularen Ergänzungs-bau (MEB) errichten. Aus folgenden Gründen lehnen wir dies ab:

  • Ein MEB ist ein Ergänzungsgebäude, aber kein vollwertiger Schulbau. Es sind weder Fachräume, Lehrerzimmer noch ein Sekretariat vorhanden.
  • Ob ein MEB als alleiniges Schulgebäude überhaupt genehmigt wird, ist unklar. Der Bürgermeister will trotzdem das alte Schulgebäude abreißen lassen.
  • Der lange Schulweg bleibt bei dieser Variante noch mindestens bis Ende 2017 bestehen.
  • Im Ausweichgebäude in Marzahn-Nord sollten eigentlich die Kinder der Marcana-Schule einziehen, damit deren Schulgebäude saniert werden kann. Nun müssen die Kinder weiter im alten Gebäude bleiben.

Wir fordern eine schnelle Lösung, damit die Kinder wieder wohnortnah zur Schule gehen können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die geprüft werden müssen:

  • Schulcontainer können mit allen notwendigen Räumlichkeiten individuell gestaltet werden und sind nach unseren Recherchen innerhalb von 6 Monaten verfügbar. Mögliche freie Flächen sind im Kiez vorhanden.
  • Alternativ könnte ein Holz-MEB innerhalb von 4 Wochen gebaut werden. Dieser wäre mobil und könnte anschließende für andere Schulen im Bezirk genutzt werden.
  • Der geplante Schulergänzungsbau in der Straße an der Schule könnte jetzt schon errichtet werden und damit als Übergangslösung für die Kinder der Franz-Carl-Achard-Grundschule dienen.

Wir fordern außerdem die Veröffentlichung der Wirtschaftlichkeitsbe-trachtungen sowie sämtlicher Gutachten zum Gebäude der Franz-Carl-Achard-Schule.


DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf und die Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung unterstützen die Unterschriftenaktion Kaulsdorfer Eltern gegen den Abriss der Achard-Schule auf der Seite www.sei-keine-birne.de. Die Unterschriftenliste zum Einwohnerantrag kann hier heruntergeladen werden.