Zurück zur Startseite
14. April 2015 Marzahn-Hellersdorf

Einweihung einer Gedenktafel für Martin Riesenburger

Fotos: Sabine Schwarz

Heute, am 14. April jährte sich zum 50. Mal der Todestag von Martin Riesenburger - ein guter Grund an ihn zu erinnern. Die Straße mit dem Namen gibt es seit 1987 in Hellersdorf-Ost und heute begrüßte Carsten Unbehaun, Prälat der Evangelischen Gemeinde Hellersdorf Vertreter*innen aus Politik und Bewohner*innen, um eine Gedenktafel an dem Straßenschild mit seinem Namen zu enthüllen. Unter ihnen neben dem Bezirksbürgermeister, die Abgeordnete Gabi Hiller und Verordnete der BVV. Ich habe mich gefreut, dass auch Schüler*innen des nahe gelegenen Melanchton-Gymnasiums mit ihrem Schulleiter gekommen waren.

Beeindruckend erzählt Professor Dr. Andreas Nahama, ein Historiker, Publizist und Rabbiner, geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors von Martin Riesenburger, den er persönlich kennen lernte. Er schilderte, wie Martin Riesenburger, vor allem den jüdischen Menschen während der Zeit der Hitlerdiktatur von 1939 bis 1945 geholfen hat. Als Rabbiner fühlte er sich dazu berufen denen, die nicht flüchten konnten hier in Berlin Mitgefühl entgegen zu bringen, Hilfe zu leisten. In seinen Predigten spendete er Trost und gab Mut, nicht aufzugeben. Nach dem Krieg hat er immer wieder besonders den Mut der Frauen, die unbeirrt an der Seite ihrer jüdischen Männer diese grausame Zeit überstanden haben, bewundert. Voller Wärme sprach er von der großen Menschlichkeit Martin Riesenburgers.


Gut, dass auf Initiative der Evangelischen Gemeinde, dafür gesorgt wurde, dass solche Menschen wie Martin Riesenburger wieder ein Stück näher in die Erinnerung gerückt, nicht vergessen werden.

Sabine Schwarz
Stellv. Vorsitzende