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15. Juni 2014 Marzahn-Hellersdorf

Gedenken anlässlich des 78. Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn

Petra Pau, Regina Kittler, Norbert Seichter

Anlässlich des 78. Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn lud die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, Petra Rosenberg, zu einer Gedenkstunde am Ort der Erinnerung und Information (Otto-Rosenberg-Platz, 12681 Berlin) ein. Nach der Gedenkstunde im Don-Bosco-Zentrum erfolgte die Kranzniederlegung am Gedenkensemble für Sinti und Roma im Parkfriedhof Marzahn.

Zwischen 1936 und 1945 waren schätzungsweise 1200 Sinti und Roma im Zwangslager Berlin-Marzahn interniert. Das am Rande der damaligen Reichshauptstadt Berlin gelegene Lager war das größte kommunale „Zigeunerlager“ im sogenannten „Altreich“. Die Nationalsozialisten nutzten es zur gewaltsamen Exklusion von Sinti und Roma, ihrer rassistischen und kriminalpolizeilichen Erfassung sowie ihrer Ausbeutung durch Zwangsarbeit. Schließlich diente es als Sammellager für Deportationen der Internierten in verschiedene Konzentrationslager.