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30. April 2014 Marzahn-Hellersdorf

Diskussion mit Nikos Tzanakis-Papadakis über die Krise in Griechenland und die Politik von SYRIZA

Fotos: Sabine Schwarz

Ende Mai finden in den 28 EU-Mitgliedstaaten die Wahlen zum Europäischen Parlament statt und die Chancen stehen nicht schlecht, dass die linken Parteien in Europa gestärkt aus den Wahlen hervorgehen.

Seit Beginn der Krise kämpfen in Europa linke Parteien gegen die Kürzungspolitik der „Troika“. Griechenland ist das am stärksten von den Auswirkungen der Krise betroffene Land. Die „Troika“ zwingt die Regierungen zum Sparen, Einkommen und Renten sowie die Ausgaben für Gesundheit und Bildung werden gekürzt und führen das Land immer tiefer in die Abwärtsspirale. SYRIZA führt den Widerstand gegen das Spardiktat der „Troika“ parlamentarisch an. Bei der Parlamentswahl im Juni 2012 wurde die linke Partei mit 26,9 % der Wählerstimmen zweitstärkste Partei im griechischen Parlament.

2012 gründeten einige Aktivist*innen die erste Berliner Basisorganisation von SYRIZA. Zu ihren Gründungsmitgliedern zählt Nikos Tzanakis-Papadakis. Gemeinsam mit ihm diskutierten die Anwesenden die Ursachen und Auswirkungen der „Krise“ in Europa und Griechenland , die Politik von SYRIZA sowie die Ursachen für das Erstarken rechtsextremer Parteien in Griechenland. Wir LINKE unterstützen SYRIZA und ihren Spitzenkandidaten Alexis Tsipras, denn nur unter einer neuen, sozial orientierten Regierung kann Griechenland notwendige Reformen umsetzen und über EU-Hilfen neu verhandeln. Ein Erfolg bei den Europawahlen wäre ein wichtiges Signal, um der undemokratischen Politik der "Troika", die von den europäischen Regierungen unterstützt wird, durch eine starke linke Fraktion im neuen Europäischen Parlament parlamentarischen Widerstand entgegenzusetzen.

 

Kristian Ronneburg