Zurück zur Startseite
1. September 2010 Marzahn-Hellersdorf

Zutiefst berührend

Bereits zum 11. Mal fand am Nachmittag des ersten September die traditionelle Lesung der BVV anlässlich des „Tages der Erinnerung, Mahnung und Begegnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg“ statt.

Wettergeschützt im Foyer des ehemaligen Marzahner Rathauses wohl aber mit offener Tür für alle, die zuhören oder lesen wollten – ca 40 Menschen hatten Platz genommen, um die Stimmen von Zeitzeugen und der nachfolgenden Generation zu vernehmen. Gilt es doch, die Erinnerung an das Schwarzbuch der deutschen Geschichte wach zu halten, angesichts der Aktivitäten neonazistischer und rechter Parteien und Organisationen notwendiger denn je.

Petra Wermke, Vorsteherin der BVV, eröffnete die Lesung, in deren Mittelpunkt dieses Mal das Schicksal der Kinder stand, denen die Chance auf eine unbeschwerte Zeit geraubt wurde und von denen so viele den Krieg nicht überlebten.

Herzlich begrüßt wurde der ehemalige Marzahner Bürgermeister Dr. Harald Buttler, der es sich nicht nehmen ließ, als Zeitzeuge an seinem Geburtstag ans Rednerpult zu treten. Er begann mit den Worten: „Nach der Bibel und nach dem Kapital von Karl Marx ist das Tagebuch der Anne Frank das Buch mit der drittgrößten Auflage“. Herr Teuber aus Biesdorf erinnerte sich an die nazistischen Jugendorganisationen, an BDM und Arbeitsdienst, die Fraktionsvorsitzenden der LINKEN, der SPD und der Bündnis90/Grünen, weitere Bezirksverordnete und Kameradinnen des VVN – BdA trugen sehr unterschiedliche aber sensible Textstellen aus den von der Mark-Twain-Bibliothek zur Verfügung gestellten Büchern vor.

Dank für die gelungene Veranstaltung gebührt neben den LeserInnen und Zuhörern auch dem Büro der BVV für die Vorbereitung und dem „Roten Baum“ e.V. für die Technik.

S. Behrens