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11. April 2010 Marzahn-Hellersdorf

Kurt-Julius-Goldstein-Park eingeweiht

Am 11. April 2010 um 11 Uhr begann die feierliche Einweihung des Kurt-Julius-Goldstein-Parks im Bezirkszentrum Helle Mitte. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um den Antifaschisten Julius Goldstein zu ehren. Unter Ihnen die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau, die Landesvoritzende des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Petra Rosenberg, die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Petra Wermke, VertreterInnen der demokratischen Parteien im Bezirk, Freunde, Genossen, Weggefährten und Familienangehörige.

Bürgermeisterin Dagmar Pohle führte durch die Veranstaltung und erinnerte in ihrer Gedenkrede an das stetige Wirken Goldsteins als Kommunist und Antifaschist. Sie verwies in ihrer Rede auf die Aktualität des Schwurs von Buchenwald und seine Aktualität in der heutigen Auseinandersetzung mit faschistischem Gedankengut.

Am 11. April 1945 wurde das Konzentrationslager Buchenwald, in dem Goldstein inhaftiert war, befreit. Die Einweihung des Parks wurde bewusst auf den 65. Jahrestag dieses Ereignisses gelegt. Der Vorname "Kurt" geht auf seinen Decknamen Kurt Berger im Antifaschistischen Widerstand zurück. Er behielt diesen Rufnamen bis zu seinem Tod im September 2007 bei.

Goldstein lebte viele Jahre in Marzahn-Hellersdorf und war Mitglied der PDS. Als Zeitzeuge und aktiver Kämpfer gegen heutige Formen faschistischer Ideologie machte er sich den Schwur von Buchenwald zur Lebensaufgabe.

Im Anschluss der Einweihung zeigte das "Bündnis KEIN VERGESSEN" im Audimax der Alice-Salomon-Hochschule in unmittelbarer Nähe des Parks das Filmportrait "Vorwärts und nicht vergessen" von Ingrid Strobl über Kurt Julius Goldstein. An der Filmvorführung nahmen u.a. auch Bezirksstadtrat Norbert Lüdtke sowie BVV-Vorsteherin Petra Wermke (beide DIE LINKE) teil. Hans Coppi, Vorsitzender des VVN/BdA, berichtete über seine Erlebnisse und Erfahrungen mit Julius Goldstein.

Fotostrecke der Einweihung ansehen