Zurück zur Startseite
7. September 2009 Marzahn-Hellersdorf

"Lesen gegen das Vergessen"

Berührend…

Bereits 10. Mal fand am 04. September 2009 anlässlich des „Tages der Erinnerung, Mahnung und Begegnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg“ die Lesung der BVV „Gegen das Vergessen und Verdrängen“ statt. Der Einladung von BVV-Vorsteherin Petra Wermke (DIE LINKE) waren Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Bürgermeisterin Dagmar Pohle, Petra Rosenberg, Vorsitzende des Berliner Landesverbandes der Sinti und Roma und die Bezirksstadträte Manuela Schmidt und Norbert Lüdtke gefolgt. Die Vorsitzenden der LINKEN, der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen sowie Bezirksverordnete dieser Parteien und der CDU sowie Kameradinnen und Kameraden des BdA VVN nahmen daran teil sowie Frau Marburg, Integrationsbeauftragte und Fr. Snežana Sever, Gleichstellungsbeauftragte. Thema der diesjährigen Lesung war das Schicksal von Kindern im Krieg. Ein sehr bewegendes Thema, wie alle ausgewählten Texte verdeutlichten. Petra Rosenberg las aus der Biografie ihres Vaters „Das Brennglas“, der darin auch seine Erlebnisse im Zwangslager für Sinti und Roma in Marzahn während der Nazizeit schildert. Er hatte als Einziger seiner Geschwister überlebt. Krieg ist nicht Geschichte, daran erinnerten weitere Vorleserinnen. Klaus- Jürgen Dahler (DIE LINKE) unterstrich deshalb die Notwendigkeit, sich weiterhin gemeinsam mit rechtsextremistischem Gedankengut, Rassismus und Fremdenhass auseinanderzusetzen.

Ort der Vielfalt

Bürgermeisterin Dagmar Pohle (DIE LINKE) und der stellvertretende Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) brachten anlässlich der Lesung das Schild „Ort der Vielfalt“ am Alten Rathaus Marzahn an. Das Prädikat „Ort der Vielfalt“ war dem Bezirk am 25. Mai 2009 verliehen worden. Die bundesweite Initiative „Orte der Vielfalt“, die von der Bundesregierung im
November 2007 gestartet wurde, ruft alle Städte, Gemeinden, Kreise und Regionen
in Deutschland auf, sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus zu engagieren und Einsatz zu zeigen für die Werte der
Demokratie. Dagmar Pohle sagte, diese Auszeichnung ehrt alle, die sich dafür einsetzen, dass unser Bezirk ein bunter und toleranter Bezirk ist und bleibt, in dem Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben“.

Renate Schilling