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8. Oktober 2008 Marzahn-Hellersdorf

Nazi-Aufmarsch stoppen - Marzahn-Hellersdorf gemeinsam gegen Rechtsextremismus

Zur geplanten Nazi-Demo am 18. Oktober 2008 am S-Bhf. Springpfuhl erklärt der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Partei DIE LINKE.
Marzahn-Hellersdorf, Bjoern Tielebein:


Der sogenannte "Nationale Widerstand" und der Kreisverband 3
(Tempelhof-Schöneberg) der NPD Berlin rufen für den 18. Oktober 2008 zu einer
Demonstration unter dem Motto "Gegen: Kindesmisshandlung, Verwahrlosung
unserer Kinder, Kinderschänder. Die Zukunft unserer Kinder geht uns alle
an! " auf. Diese Veranstaltung soll um 12 Uhr am S-Bhf. Springpfuhl beginnen.

Mit populistischen Parolen versucht die NPD Angst zu schüren und aus
verabscheuungswürdigen Verbrechen Kapital zu schlagen. Die Neo-Nazis nutzen
grausame Verbrechen an Kindern, um ihre simplen und irrationalen "Lösungen"
von Selbstjustiz und drastischen Strafen anzubieten.

DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf und andere Gruppen und Parteien
im Bezirk werden diesem Aufmarsch demokratischen und bunten Protest
entgegensetzen.

Wir rufen daher alle BürgerInnen auf, sich am 18. Oktober 2008 auf dem
Helene-Weigel-Platz
gemeinsam den Neo-Nazis entgegenzustellen. Ab 11 Uhr
beginnt eine Kundgebung unter dem Motto "Marzahn-Hellersdorf gemeinsam gegen Rechtsextremismus".


Die demokratischen Parteien und Gruppen des Bezirkes haben in den vergangenen Jahren aktiv im Kampf gegen Rassismus, Sexismus und Antisemitismus zusammengearbeitet. Das ehrenamtliche Engagement außerparlamentarischer Gruppen und die Zusammenarbeit von bezirklicher Verwaltung, freien Trägern und Bürgerinitiativen hat ein besseres Bewusstsein im Umgang mit rechtsextremen Erscheinungen bewirkt.

Der angekündigte Aufmarsch der Nazis macht deutlich, dass dieses Engagement
weiter gefordert ist. Am 18. Oktober gilt es braunen Parolen auch auf der
Straße mit demokratischen Alternativen zu begegnen.


Berlin, 08. Oktober 2008