DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf


Änderungsantrag Nr. 04 zum Leitantrag

Einreicher: Viktor Durnick, Brunhild Meißner, Rolf Meißner – BO 12


Die Hauptversammlung möge beschließen:


Die unter Abschnitt V, „Beschäftigung mit der Geschichte…“ genannten Initiativen (Seite 7, Zeile 27) sind komplett zu streichen.


Begründung: Die vorgeschlagenen Initiativen werden dem Anspruch nach einem differenzierten Geschichtsbild nicht gerecht. Ein differenziertes Bild der DDR-Geschichte hat m. E. nicht nur die Verfehlungen und Fehler sondern auch die Errungenschaften des frühen Sozialismusversuchs zu zeigen. Die Initiativen der Partei sollten darauf gerichtet sein, aus den Fehlern die nötigen Schlussfolgerungen zu ziehen und das progressive Erbe zu bewahren.
In einem Offenen Brief an die Bezirksbürgermeisterin, Genn. Emmrich, hatten ehrenhafte Persönlichkeiten, darunter Opfer Stalinscher Repressionen, die Entfernung des Gedenksteins von diesem Ort in Friedrichsfelde gefordert. Nach heutiger Lesart unseres politischen Gegners, ich erinnere an die Vorgänge um die Waldheimprozesse und ein Denkmal in Halle, wurden selbst Naziverbrecher zu den Stalinopfern gezählt. Wir sollten den Gedenkstein nicht durch unser Verhalten legitimieren. Er wird in dieser Form auch nicht dem Gedenken an die standhaften ermordeten Genossinnen und Genossen gerecht.

Quelle: http://www.dielinke-marzahn-hellersdorf.de/partei/hauptversammlung/1_hauptversammlung/2_tagung/antraege/leitantrag/aenderungsantrag_nr_04/