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19.01.2008 Sachantrag Nr. 04

Erhalt der Hönower Weiherkette bei Ausbau der Landsberger Chaussee/L 33

Einreicher: Frank Beiersdorff


Die Hauptversammlung möge beschließen:


Die Hauptversammlung der Linken, Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf spricht sich dafür aus, dass das Landschaftsschutzgebiet „Hönower Weiherkette“ (und insbesondere die ökologisch besonders wertvollen Bereiche, z.B. der Fischteich) am Rande der Großsiedlung Hellersdorf auch beim Ausbau der Landsberger Chaussee/L 33 (Autobahnzubringer) ab 2009 erhalten bleibt. Hierfür ist insbesondere der Verzicht auf unnötige Wegebaumaßnahmen auf der Südseite der geplanten Trasse und eine weitgehende Verschwenkung des Ausbaus auf die nördliche Seite erforderlich.


Zur Begründung: Die Hönower Weiherkette zählt zu den ökologisch wertvollsten Bereichen des Bezirkes. Dabei gilt z.B. der Fischteich als das größte Vorkommen der Rotbauchunke in Berlin.

Sowohl diese Biotopfunktionen als auch der Erholungs- und Freizeitwert des Areales insgesamt würden bei einem Bau des Autobahnzubringers durch die Hönower Weiherkette hindurch, begleitet von geplanten 2,50 m breiten Rad- und Gehwegstreifen, ernsthaft in Frage gestellt werden.

Kurz vor der sogenannten „Wende“ stoppte eine Bürgerinitiative bereits einmal den Weiterbau östlich der Stendaler Straße.

Ziel ist es jetzt aber nicht, den Straßenausbau zu verhindern, sondern die Planungen im Sinne von Landschaftserhalt, Biotop- und Artenschutz zu optimieren und dabei auch noch unnötige Kosten zu Lasten des Steuerzahlers zu sparen.

Im laufenden Planfeststellungsverfahren sollten wir jetzt von allen politischen Amts- und Entscheidungsträger erwarten, dass sie sich in Zusammenarbeit auch mit dem Nachbarkreis und –gemeinden für eine weitgehende Schonung der Hönower Weiherkette bei der Umsetzung des Straßenausbaues einsetzen.

Ein Rad- und Fußwegbau auf der Südseite beispielsweise ist nicht erforderlich, da die entsprechenden Wegeverbindungen im Landschaftsschutzgebiet selbst vor kurzem unter beträchlichem Fördermitteleinsatz angelegt wurden.

Der Ausbau der Trasse auf der Nordseite kann ebenso als relativ unproblematisch angesehen werden, hier befindet sich (zeitweise sogar brachliegende) landwirtschaftliche Nutzfläche.