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19.01.2008 Sachantrag Nr. 03

Energiewende „selber machen“ – den Stromkonzernen die „Rote Karte“ zeigen

Einreicher: Frank Beiersdorff


Die Hauptversammlung möge beschließen:


Geschäftsstellen, Partei- bzw. Abgeordnetenbüros, Stützpunkte und ähnliche Einrichtungen der „Linken“ werden aufgefordert, laufende Stromlieferungsverträge zu prüfen und ggf. – unter Beachtung von Wirtschaftlichkeit und Plausibilität- aus Verträgen mit Stromkonzernen (RWE, e-on, Vattenfall u.a.), insbesondere solchen mit Atomstromlieferungen, auszusteigen.

 


Zur Begründung: Die „Linke“ sieht ihre Forderungen für einen wirksamen Klimaschutz und eine zukunftsgerechte Energieversorgung als Bestandteil ihrer Strategie für soziale und globale Gerechtigkeit und für die Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Haupthindernis bei der notwendigen Einleitung einer solaren Energiewende ist die Macht der internationalen Energiekonzerne, die auch mit den Erdöl- und Erdgasmultis aufs engste verbunden sind.

Dabei ist bei gleichzeitiger konsequenter Umsetzung von Energiesparmaßnahmen innerhalb der nächsten 2 Jahrzehnte eine vollständige Versorgung Deutschlands ausschließlich aus erneuerbaren Energien machbar. Und: sowohl der Klimawandel als auch die zur Neige gehenden Ressourcen zwingen zu einem solchen radikalen Umbau. Atomstrom ist dabei, auch unabhängig von Sicherheitsfragen und dem Endlagerproblem, keine Lösung – auch die Uranvorräte gehen Mitte des Jahrhunderts zu Ende...

Es muss darum gehen, die Macht der Strom- und Energiekonzerne zu begrenzen und zugleich Alternativen zu ihnen zu stärken und zu bündeln.

Strompreiserhöhungen großer Energiekonzerne (wie auch Vattenfall) bieten die Gelegenheit bzw. Veranlassung, bestehende Stromlieferungsverträge zu prüfen und auf Anbieter umzusteigen, die unabhängig von Großkonzernen sind und auch keinen Atomstrom anbieten.

Konkrete Hinweise zu Anbietern, Tarifen und möglichen Alternativen bieten die Energieagentur, Verbraucherzentralen, Internetseiten (z.B. www.atomausstieg-selber-machen.de)...