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Willkommen bei der LINKSJUGEND Marzahn-Hellersdorf


Auf dieser Seite wirst du informiert über die Struktur unseres Verbandes, aktuelle politische Themen in Marzahn-Hellersdorf, Termine politischer und unpolitischer Natur und natürlich Aktuelles aus der Bezirkspolitik. Hier findest du das Grundsatz-Papier unseres Bezirksverbandes

Aktuelles aus dem Bezirk und mehr:

Soli-Party für das Antifa Working Camp Ravensbrück

Samstag, 19.05.2012 / 21 Uhr / La Casa (Wurzener Str. 6; U-Bhf. Louis-Lewin-Str.)

Mit erlesenem Fusel den (Klang)Teppich zerfasern lassen und sich einen hinter die Ohren kippen.

Superlative hin oder her: Wer ist eigentlich dieser Gut? Hat er nicht multiple Persönlichkeiten, spielt gar unendlich viele Rollen? So wie wir alle vielleicht? Hoffentlich? Sollte er nicht immer wieder ein anderer sein, dieser gut? Die gute Frau indifferent? Verlässlich und willkürlich? Da sollten wir uns mit ihm in jeglichem Sinne treffen: Auf Dimmerlicht und Kuchen, Teeservice, Liegematten, träumen, auf den Boden gleiten und liegenbleiben, die Augen schließen und anhalten, nach oben fallen, mit Musik von Indietronics über New Wave bis zu Irritationen... Melodie und Experiment. Anzug oder Jogger, Chapeau Claque oder NY Cap – just do it...

Aufhören, zuhören und kapitulieren. In der Hoffnung auf einen Abend zum Schmelzen und Wiederfusionieren.


Rassismus Tötet! - Kampagnenvorstellung

Montag, 21.05.2012 / 19 Uhr / K9 (Kinzigstr. 9, Berlin Friedrichshain)

Die rassistischen Pogrome in den frühen 90er Jahren waren Ausdruck der innenpolitischen Stimmung der neugegründeten deutschen Republik. Das “Wir sind das Volk” schloss nur Biodeutsche ein – nicht aber einst Eingewanderte und schon gar nicht Flüchtlinge. Am Beispiel: Von den Menschen, die wegen des Jugoslawienkrieges flohen, sprach die Presse von einer „Asylantenschwemme“ und später von „Scheinasylanten“. Zwischen dem brandschatzenden Mob auf der Straße, den Medien und der Politik verschwommen die Argumentationsgrenzen.

Doch auch heute hat Rassismus als nationalistischer Kitt noch lange nicht ausgedient: Die beschleunigte Abschiebung an fünf deutschen Flughäfen, die Anti-Roma-Politik und die unsägliche Forderung nach (Zwangs-)Integration sind Gründe, um die Rolle von staatlicher Politik auch 20 Jahre nach den Angriffen anzugreifen. Die Anti-Flüchtlingspolitik hat ihren rechtlichen Ursprung in der Nachwendezeit, wird aber heute immer weiter verfeinert.

Die Kampagne „Rassismus Tötet“ will mit Veranstaltungen, Demonstrationen und Interventionen die aktuelle Abschottungspolitik mit den Ereignissen verbinden, die den Weg dafür geebnet haben. An dem Abend wollen wir euch die bundesweite Kampagne „Rassismus Tötet“ vorstellen und über die Demonstration am 26. Mai zum Bundesinnenministerium in Moabit sprechen.

weitere Informationen auf der Kampagnen-Seite Rassismus Tötet!


LiedermacherInnenabend

Freitag, 25.05.2012 / 18 Uhr / La Casa (Wurzener Str. 6; U-Bhf. Louis-Lewin-Str.)

"80 Jahre Antifaschistische Aktion". Vor genau 80 Jahren verfasste das Zentralkomitee der KPD einen Aufruf zur "großen Antifaschistischen Aktion", welcher am 26.5.1932 in der "Roten Fahne" veröffentlicht wurde. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum der "Antifaschistischen Aktion". Zum 80. Jahrestag laden wir euch zum LiedermacherInnenabend ein. Spielen werden Kummerland (Irrlicht), Klampf Attacke, Atze Wellblech und Occupy Stage.

weitere Informationen auf der Seite des La Casa


Ausstellung zu Antisemitismus in der DDR

Dienstag, 3. April 2012 / 19 Uhr / Bildungszentrum des BStU (Zimmerstr. 90)

Am Dienstag, den 3. April wird im Bildungszentrum des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen die Ausstellung: „Das hat’s bei uns nicht gegeben!“ - Antisemitismus in der DDR eröffnet. Bis zum 1. Juni können Interessierte die Ausstellung kostenlos besuchen.

Bis heute hält sich der Mythos, in der DDR hätte es keinen Antisemitismus gegeben. Obwohl auch der Osten Deutschlands einst Teil des nationalsozialistischen Täterlandes war, erklärte die DDR ihre Bevölkerung zu einem Volk von Antifaschisten. Zudem fanden in den Familien und Gemeinden kaum Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit statt.

So blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet. In acht ostdeutschen Städten haben Jugendliche mit der Unterstützung von Historikern und Pädagogen Fragen gestellt und Fakten recherchiert: Was wurde in der Regionalzeitung über Israel geschrieben? Wo befindet sich der jüdische Friedhof und wo sind nach 1950 seine Grabsteine geblieben? Und wie wurde öffentlich an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert? Ihre Ergebnisse werden in dieser Ausstellung präsentiert.

weitere Informationen auf der Seite der Amadeu Antonio Stiftung


Die Pogrome in Rostock - Politische und geistige Brandstiftung

Dienstag, 05. Juni 2012 / 20 Uhr / Schreina (Schreinerstr. 47; U-Bhf. Samariterstrasse)

1. Teil: “Politische Brandstiftung – Warum 1992 in Rostock das Ausländerwohnheim in Flammen aufging”

Der ZDF-Journalist Jochen Schmidt war mit den vietnameischen Menschen im brennenden Wohnhaus in derMecklenburger Allee in Rostock-Lichtenhagen eingesperrt. Nach diesem Erlebnis recherschierte er zehn Jahre lang die Hintergründe der “Polizeitaktik” während der Pogrome und stellt die Ergebnisse in seinem Buch “Politische Brandstiftung” vor. Außerdem diskutiert er die Frage, ob die “Aktionen” in Rostock von Seiten der Politik als eine kontrollierte Eskalation des “Volkszorns” geplant war und als Fanal fungieren sollte, um mit diesem letzten Argument das Recht auf Asyl auszuhebeln.

2. Teil: “Geistige Brandstiftung: Rassismus in den Medien – die Medienlandschaft vor und nach Rostsock”

Die Scheindebatten um Asylgesetzgebung oder “kriminelle Ausländerbanden” waren in den 90ern fast ausnahmslos von einer rassistisch-wohlwollender Berichterstattung der deutschen Medien flankiert.

Hätten zumindestens die Pogrome in Hoyerswerda oder Rostock in Journalistenkreisen zur Einsicht führen müssen, dass es jetzt an der Zeit sei mit der Hetze aufzuhören und sich empathisch zu zeigen, so bot sich ein anderes Bild. Empathie gab es vor allem für verführte, arbeitslose Deutsche, denen auch noch nach dem Mund geredet wurde. Die vielen Ausländer seien eine Provokation für die Deutschen und eine Änderung des Asylrechtes darum unabwendbar.

Die Veranstaltung zeichnet die Hintergründe und Ereignisse im August 1992 auf Grundlage des Buches von Jochen Schmidt nach und gibt anhand von exemplarischen Presseartikeln einen einblick in das rassistische Klima dieser Tage.

weitere Informationen auf der Kampagnen-Seite Rassismus Tötet!


Auferstandene Ruinen? – Die Entwicklung der Großsiedlungen in Ostdeutschland nach 1990

Donnerstag, 21.06.2012 / 19 Uhr / Peter-Weiss-Bibliothek (Hellersdorfer Promenade 24; U-Bhf. Hellersdorf)

Nach der Wende von 1990 gehörte die Bewertung der in industrieller Bauweise entstandenen Großsiedlungen zu den vielen deutsch-deutschen Kontroversen. Und so unterschiedlich die Einschätzungen des Werts der Großsiedlungen waren, so differenziert waren auch die Entwicklungen, die die einzelnen Siedlungen in den letzten 20 Jahren nahmen.

Dazu forscht Nico Grunze im Rahmen seiner Doktorarbeit. Er ist Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er wird aus seiner Forschung berichten.

Moderation: Hassan Metwally

Kosten: 1,50 Euro

Eine Veranstaltung des Gesellschaftspolitischen Forums Marzahn-Hellersdorf


20 Jahre Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. Wir vergessen nicht!

Samstag, 25. August 2012 / 14 Uhr / Rostock (Bhf. Lütten Klein)

20 Jahre Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. Wir vergessen nicht!

Vor Im August 1992 griff der Mob aus organisierten Neonazis, rechten Jugendlichen und braven Bürgern im Rostocke Stadtteil Rostock-Lichtenhagen die Wohnunterküpnfte von Migrant_innen und Gastarbeiter_innen an. unter dem Jubel des umstehenden Bürgermobs wurden die Migrant_innen aus der Stadt getrieben.

Der CDU und den Rechtsauslegern der SPD kam dies gerade recht, wurde doch zu dieser Zeit im Parlament die (defacto) Abschaffung des Rechts auf Asyl debattiert. Mit der Begründung der die Deutschen würden sich von der Anwesenheit, ja der "Flut" der vielen Ausländer provoziert fühlen. Das grundlegende Recht auf Asly gehöre darum abgeschafft, um weitere Pogrome zu verhindern.

1992 verbanden sich Mob und Elite um "Unnütze" und "Kanacken" aus dem Land zu werfen. Mit Folgen, die sich bis heute bemerkbar machen. Die faktische Abschaffung des Rechtes auf Asyl zeigt auch seine Wirkung. Die Festung Europa macht ihre Schotten dicht um sich die Menschen vom Leib zu halten, von deren Ausbeutung die sog. "erste Welt" profitiert.

Doch wir vergessen nicht!

Kommt am 26. August 2012 nach Rostock zur bundesweiten Antifa-Demo in Rostock-Lichtenhagen.

Beteiligt euch an der Kampagne "Rassismus tötet!". Macht Aktionen in euren Städten.


weitere Informationen auf der Kampagnen-Seite Rassismus Tötet!

Solidarität mit Pussy Riot!

Seit Oktober 2011 sind sie aktiv - die Aktivist_innen von Pussy Riot. Sie nehmen sich den öffentlichen Raum und tauchen in U-Bahnen oder auf öffentlichen Bussen auf, um dort ein Konzert zu machen. Nehmen den Roten Platz in Beschlag um ihre Statements rauszuschreien, oder irritieren die Hölle aus anwesenden Nonnen und Kirchengänger_innen mit ihrer Inszenierung in der "Christi Erlöser"-Kathedrale. Pussy Riot ist keine homogene Gruppe, sie sind nicht einfach nur eine Punk Band, vielmehr ein loser Zusammenhang - undogmatisch links, feministisch, laut und vor allem: unangepasst. Ihre Auftritte in knalligen Kleidchen und Häkel Hassis - gepaart mit pointierten politischen Songs - erregen nicht nur viel Aufmerksamkeit, sondern bringen auch einigen Ärger.

Sie lassen sich nicht klassisch kategorisieren, auch wenn diverse Mainstream Medien sie am liebsten auf die Kategorien "Anti-Putin-Proteste" oder "regierungsfeindliche Punk Band" reduzieren wollen. Pussy Riot sparen nicht mit Kritik an Kirche und Nationalismus, sie sind explizit feministisch, antisexistisch und treten klar gegen Homophobie und Rassismus auf.
Das macht sie auch innerhalb der Opposition gegen Putin nicht unbedingt beliebt. Mit den Inhalten, die Pussy Riot über ihre Aktionen transportieren, ecken sie wenig überraschend im Mainstream extrem an. Feministische und klare antisexistische Positionen sind unbequem, ihre Auftritte sind provokant und transportieren klare Statements gegen die HERRschenden Zustände.

Nach dem Auftritt am 21. Februar in der "Christi Erlöser" Kathedrale, wo sie einen Anti-Putin Song einem maximal ungeneigten Publikum zum Besten gaben, setze eine massive Medienhetze ein, welche sich quer durch den Mainstream zog. Die Forderungen, was mit den Pussy Riot Aktivist_innen passieren solle - von der Forderung von "öffentlichem Auspeitschen" oder einer Steinigung bis zur direkten Androhung von sexualisierter Gewalt - zeigen den massiven Hass gegen Frauen im allgemeinen und gegen Feministinnen im speziellen deutlichst auf.

Selbst die Führung der russisch-orthodoxen Kirche wurde aktiv und forderte von der Justiz ein hartes Vorgehen. Nicht wenig verwunderlich also, dass am 27.2. vermeldet wurde, dass nach Artikel 213/2 ("besonders schwerwiegende Störung der öffentlichen Ordnung, organisiert als Gruppe, Aufhetzen gegen religiöse Lehren") ermittelt wird. Der angedrohte Strafrahmen: Bis zu 7 Jahre Knast. Bisher wurde dieser Artikel nicht in der Verfolgung von politischen Gegner_innen eingesetzt, womit diese Vorgangsweise eine neue Repressionsqualität darstellt. Anscheinend soll ein Exempel statuiert werden - bisher wurde üblicherweise der "Extremismus"-Paragraph (bis zu 2 Jahre) herangezogen, um Aktivist_innen ins Gefängnis zu bringen - immer noch absurd genug.

Pussy Riot blieben trotzdem weiterhin aktiv und haben in Folge unter anderem einem Radiosender ein Interview gegeben. Die Polizei hat daraufhin über die Medien angekündigt, dass sie die Radio-Journalist_innen verhören werden, und sind schliesslich mit Sondereinheit beim Radiosender aufgetaucht, haben dort Material beschlagnahmt und den Leiter des Senders verhört. Dieser vermeldete über Twitter, dass laut den Ermittler_innen eine eigene Sonderkomission eingerichtet wurde - welche Bericht nach "ganz oben" erstatten würde. "Chefsache" quasi.

Am 3. März gab es die ersten Verhaftungen - durchgeführt von Spezialeinheiten. In der ersten Anhörung wurde ihnen absurderweise vorgeworfen, sie wären untergetaucht, obwohl alle Verhafteten gerade in der Arbeit, zuhause oder auf dem Weg dorthin waren. Zwei der Verhafteten wurden bald wieder freigelassen, und gelten nun als Zeug_innen. Zwei andere Frauen befinden sich hingegen weiterhin in U-Haft. Sie wurden bei den Verhören massiv unter Druck gesetzt, ihre Anwält_innen wurden tagelang nicht vorgelassen. Die Betroffenen haben jede Aussage verweigert.

Am 5. März wurden die Inhaftierten dem Haftrichter vorgeführt - laut Beobachter_innen und Anwält_innen eine einzige Farce - über beide wurde U-Haft bis mindestens zum 24. April (bis zur nächsten Anhörung) verhängt. Angeblich würde Fluchtgefahr bestehen - obwohl beide Verhafteten kleine Kinder haben. Seit ihrer Verhaftung befinden sich die Betroffenen Frauen im Hungerstreik. Sie protestieren gegen ihre rechtswidrige Inhaftierung und die Kriminalisierung von politischem Aktivismus.

Der breite Mainstream zeigt sich größtenteils mit der Repression gegen Pussy Riot zufrieden. Sogar der Gerade-Noch-Premierminister Putin himself hat sich zu Wort gemeldet, rasch mal die Angelegenheit zur Chefsache erklärt, und versprochen solch unerfreuliche Vorkommnisse - er meint natürlich die Auftritte in Kirchen, nicht die staatliche Repression - in Zukunft zu verhindern.

Daneben gibt es aber auch die eine oder andere kritische Stimme, so manche fordern "Milde walten zu lassen" - wohl nicht zuletzt vom hohen Strafausmaß schockiert.

Darüber hinaus kommt es aber auch immer wieder zu Solidaritätsaktionen, beispielsweise vor der Polizeistation, wo die Betroffenen einsitzen. Die Proteste finden dabei sowohl online als auch offline statt, für den 8. März - also den internationalen Frauenkampftag - sind Aktionen und Kundgebungen In diversen Ländern angekündigt.

Free Pussy Riot! Fight Repression! Smash Sexism!

weitere Informationen auf der Seite der Rosa Antifa Wien



„Rote Linien“

Am 15. Januar war es mal wieder soweit: Das traditionelle Gedenken an die ermordeten
Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, sowie weiterer SozialdemokratInnen, SozialistInnen und KommunistInnen, die sich um die historische ArbeiterInnenbewegung verdient gemacht haben, hat an einem sonnigen Sonntagmorgen wieder Linke sämtlicher Couleur aus ganz Deutschland in Berlin Friedrichsfelde versammelt. Die Stimmung war, trotz medialer Marginalisierung der Linken, kämpferisch, würdevoll und
solidarisch. Bis folgendes passierte: Gerade als einige Genossinnen und Genossen am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus eine rote Nelke niederlegen wollten, umzingelte eine Gruppe Jugendlicher den Gedenkstein, zertrat die Blumenkränze und bespuckte unter „Stalin! Stalin!“-Rufen den Stein. GenossInnen, die dies verhindern wollten, wurden körperlich angegriffen, sodass schließlich die Polizei einschreiten musste.

Kurz zuvor kam es auf der LL-Demonstration zu Handgreiflichkeiten, als eine Gruppe linker AktivistInnen gegen die unkritische Glorifizierung von Mao und Stalin während der Demo protestierte. Ihnen wurde das Transparent zerrissen und VertreterInnen sogenannter marxistisch-leninistischer Kleingruppen gingen mit Stöcken auf die AktivistInnen zu. Dieser Vorfall stimmt sehr nachdenklich.

Niemand muss der Opfer des Stalinismus gedenken, wenn er nicht will. Man darf auch ruhig der Ansicht sein, dass dieser Gedenkstein am Friedhof der SozialistInnen eine reaktionäre antikommunistische Verschwörung bürgerlicher Kräfte ist. Aber die Schändung des Denkmals, welches an Abertausende Genossinnen und Genossen erinnert, die in den Gulags Stalins ums Leben gekommen sind, ist unverzeihlich und nicht tolerierbar.


„Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System.“ Diese Lehre aus der
Geschichte ist Verantwortung und Selbstverpflichtung unserer Partei. DIE LINKE und die gesellschaftliche Linke im Allgemeinen sind pluralistisch, bunt und vielfältig. Und das ist auch gut so! Uns verbinden rote Haltelinien, wie das gemeinsame Streiten für soziale Gerechtigkeit, für ein Mehr an Demokratie, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit
und für Solidarität nach innen und nach außen. Diese roten Linien werden von
VerehrerInnen orthodoxkommunistischer Ansichten und BefürworterInnen stalinistischer Herrschaftssysteme eindeutig überschritten. Ihr Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung über die deutsche Linke darf nicht das letzte Wort sein. Dies wäre auch nicht im Sinne Luxemburgs und Liebknechts.

Sebastian Kahl, BO 97

(Dieser Text erschien in der MaHeLi 02/2012)