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Schulschließung in Kaulsdorf – Bezirksbürgermeister versagt beim Krisenmanagement völlig

In Marzahn-Hellersdorf ist das neue Schuljahr denkbar schlecht gestartet. Gleich in der ersten Schulwoche musste die Franz-Carl-Achard-Schule in Kaulsdorf aufgrund eines Befalls von Hausschwamm, welcher die Statik des Hauses angreift, geschlossen werden. Gutachten, die eine drohende Schulschließung aufzeigen, lagen bereits im Frühjahr 2015 vor und wurden vom Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Stefan Komoß (SPD) offenbar nicht ernst genommen. Seit dem 7. September ist die Schule in einem Ausweichgebäude in Marzahn-Nord untergebracht. Komoß hatte einen zügigen und von einem professionellen Unternehmen organisierten Umzug angekündigt. Weil jedoch keine Umzugsfirma an der Schule auftauchte, organisierten Eltern den Umzug notgedrungen selbst. Unterstützt wurden sie dabei auch von zahlreichen Helfer*innen der LINKEN und der Freiwilligen Feuerwehr. Dieses Versagen des Schulamtes ist für die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf nicht hinnehmbar. Wir erwarten dazu mehr als realitätsferne „Erfolgsmeldungen“ vom Bezirksbürgermeister.

Im Ausweichgebäude in Marzahn-Nord sollte eigentlich die Marcana-Schule einziehen, damit deren Schulgebäude saniert werden kann. Diese Sanierung kann nun vorerst nicht stattfinden und die Schüler*innen müssen weiterhin im alten Gebäude bleiben. Die Kinder der Franz-Carl-Achard-Schule werden nun täglich mit Bussen in das zehn Kilometer entfernte Ausweichgebäude gebracht. Eine Fahrt dauert bis zu einer halben Stunde. Diese Zeit geht zu Lasten des Unterrichts und gestaltet sich bisher als sehr problematisch. Wir finden diesen Zustand für Grundschulkinder nicht zumutbar.

Das Bezirksamt muss den Kindern einen wohnortnahen Schulunterricht ermöglichen und der Senat hierfür die notwendigen Mittel bereitstellen. Übergangsweise kann ein Containerbau hier eine Lösung sein. Wir fordern Senat und das Bezirksamt zum sofortigen Handeln auf.

Sarah Fingarow
Bildungspolitische Sprecherin