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Tangentiale Verbindung Ost (TVO)

- auf Straße, Schiene und Radweg

Innerhalb dieser beiden Korridore soll die TVO gebaut werden. Grafik: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) bezeichnet das Bauvorhaben der Verbindung zweier Hauptverkehrs-knotenpunkte - An der Wuhlheide/Spindlersfelde in Köpenick und B1/Märkische Allee (B158) in Biesdorf - in Form einer vierspurigen Straße sowie auf der Schiene, ergänzt durch eine Radschnellstraße.

Die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf hat sich lange für die Ergänzung der Straßen-TVO durch die TVO auf der Schiene eingesetzt. Umso mehr freuen wir uns daher, dass diese Vorstellung - ergänzt duch den parallelen Radschnellweg - auch im Koalitionsvertrag der Rot-Rot-Grünen Landesregierung festgehalten wurde:

S. 44: Die Planungen und der Bau der Tangentialverbindung Ost (TVO) als Stadtstraße mit einem parallelen Radschnellweg werden fortgesetzt. Gleichzeitig wird die Planung für die Schienen-TVO (Nahverkehrstangente) begonnen. Die Trasse der Nahverkehrstangente ist frei zu halten für die damit verbundenen neuen Bahnhöfe sowie den Umbau des Wuhlheider Kreuzes. Als Vorlaufmaßnahme wird die Koalition eine Verbesserung der Regionalverbindungen in der östlichen Stadt prüfen.

Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für die Straßen-TVO. Dabei sind zwei Korridore in der letzten Planung enthalten (siehe Grafik). Die Planung der Schienen-TVO wird in einem separaten Planfeststellungsverfahren stattfinden und die Planungen der Straßen-TVO nicht verzögern. Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat am 8. Februar die für das Planverfahren im Jahr 2017 notwendigen Mittel von 500.000 Euro entsperrt.

In zwei Bürger*innenversammlungen wurde bereits der bisherige Planungsstand durch die zuständige Senatsverwaltung vorgestellt; zuletzt im Januar 2016 vor 600 interessierten Anwohnerinnen und Anwohner im FEZ Wuhlheide. Was innerhalb eines Jahres untersucht wurde, angefangen vom Verkehrsaufkommen, über mehrere mögliche Korridore, dem Naturschutz etc., mündet nun in einer vertieften Untersuchung einer West- und Ostvariante.

Hier kommt die verschwenkte Trassenführung wieder ins Spiel, auf die sich die drei betroffenen Bezirke bereits geeinigt hatten. Auf Antrag der Linksfraktion hatte sich auch die BVV Marzahn-Hellersdorf dafür ausgesprochen. Nun ist abzuwarten, zu welchem Vorschlag die vertiefende Untersuchung führt.

Die Ergebnisse der vertieften Untersuchung werden dann erneut in einer Einwohner*innenversammlung vorgestellt. Ist die Trassenführung geklärt, kann das Planfeststellungsverfahren – voraussichtlich 2017 – begonnen werden. Erst dann greifen die gesetzlich vorgeschriebenen Rechte der Mit-und Einwirkung auf das Verfahren. Es ist nicht zuletzt ein Verdienst der Linksfraktion, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt die Einbeziehung der Betroffenen in die Planungsvorbereitungen erfolgt.

Mit dem Bau der TVO ist zugleich ein wirkungsvoller Lärmschutz für alle Anwohnerinnen und Anwohner umzusetzen. Das gilt neben Biesdorf-Süd auch für die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohnerinnen und Anwohner der Märkischen Allee sowie der Bahntrasse des Berliner Außenringes im Bereich Springpfuhl.

Zusammen mit der TVO muss auch die Ortsumfahrung Ahrensfelde kommen, denn dort mündet bzw. beginnt der Verkehr, den die TVO aufnimmt bzw. abgibt. Im Gegensatz zur TVO gibt es für die Ortsumfahrung bereits ein Planfeststellungsverfahren. Beteiligt sind der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg. Für die Umsetzung fordert DIE LINKE eine schnelle und an den Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner von Marzahn-Nord und Ahrensfelde orientierte Variante der Ortsumfahrung. Hierbei müssen Lärmschutz und die Verbundenheit der Ortsteile berücksichtigt werden. Es darf keine Zerschneidung von Marzahn-Nord und Ahrensfelde durch eine offene vierspurige Autotrasse geben.

Alle aktuellen Informationen seitens des Senats rund um das Thema erhalten Sie hier.