Zurück zur Startseite
3. März 2015 Marzahn-Hellersdorf

Senat beerdigt Hoffnung auf Freibad in Marzahn-Hellersdorf

Bjoern Tielebein, Fraktionsvorsitzender

Zum Entwurf des Bäderkonzeptes 2025 des Berliner Senates erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der BVV Marzahn-Hellersdorf Bjoern Tielebein:

Nach langen Ankündigungen liegt nunmehr das Bäderkonzept des Senates und der Berliner Bäderbetriebe vor. Aus Marzahn-Hellersdorfer Sicht ist es eine große Enttäuschung. Zwar sollen alle Bäder – Schwimmhallen und Kinderbäder – erhalten bleiben, doch das ersehnte Freibad für mehr als 250.000 Bürgerinnen und Bürger am östlichen Berliner Stadtrand findet sich im vorliegenden Entwurf nicht. Kaum verwunderlich, hatte doch Sportsenator Henkel auf eine Anfrage der LINKEN im Abgeordnetenhaus hin erklärt, er sehe keinen Bedarf in Marzahn-Hellersdorf für die Errichtung eines Freibades.

Der Senat macht damit wieder einmal deutlich, dass Marzahn-Hellersdorf keinerlei Priorität hat. Auch die Tatsache, dass der SPD-Bezirksbürgermeister Komoß Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Bäderbetriebe ist, scheint keinerlei Einfluss auf die Entscheidungen des Senates gegen Marzahn-Hellersdorf zu haben. Die SPD ist in dieser Frage gescheitert und musste einräumen, dass ihre Spaßbad-Träume im Tierpark keinerlei Grundlage haben.

DIE LINKE engagiert sich seit vielen Jahren für die Errichtung einer Bademöglichkeit im Bezirk. Ein realistischer Weg dorthin – ein Freibad am Elsensee in Mahlsdorf – wurde von SPD, CDU und Bündnisgrünen bereits 2009 politisch beerdigt. Das SPD-geführte Bezirksamt beschloss im vergangenen Jahr die Einstellung weiterer Planungen. Die Besitzerin des Sees klagt derzeit gegen den Senat und hat gute Chancen ihren Plan einer Wasserskianlage umzusetzen. Durch das planlose Agieren der drei Koalitionsparteien im Bezirk bleibt jedoch das von der LINKEN in diesem Zusammenhang immer geforderte Freibad auf der Strecke.

Die Forderung nach einer Bademöglichkeit im Bezirk für die Sommermonate ist aber weiterhin berechtigt. In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung hat DIE LINKE den anderen Fraktionen Gespräche darüber angeboten, wie wir in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu einem Freibad für unseren Bezirk kommen. Wir werden Vertreter*innen von SPD, CDU, Piratenpartei und Bündnisgrünen einladen, einen gemeinsamen Vorschlag gegenüber dem Senat auszuarbeiten. Hierbei sollten alle Möglichkeiten auf den Prüfstand. Sowohl der Ausbau eines bestehenden Bades, ein Neubau als auch die Errichtung eines Freibades an einem der Seen im Süden des Bezirkes gehören für uns dazu.