Zurück zur Startseite
17. Januar 2017 Marzahn-Hellersdorf

Preissenkung beim Berlin-Ticket S – ein wichtiger Schritt für Marzahn-Hellersdorf

Bjoern Tielebein, Fraktionsvorsitzender

Der Preis für das Berlin-Ticket S (Sozialticket) soll zum 1. Juli 2017 an den im ALG-II-Regelsatz vorgesehenen Anteil für Mobilität angepasst werden. So hat es der Rot-Rot-Grüne Senat bei seiner Klausursitzung am 9. Januar beschlossen. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf Bjoern Tielebein:

Konkret wird das Ticket statt der bisherigen 36 Euro nur noch 25 Euro kosten. Außerdem will der Senat die Zahl der Anspruchsberechtigten ausweiten. Bereits im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass künftig auch Wohngeldempfänger das Sozialticket nutzen können. Knapp 20.000 Berliner empfangen derzeit Wohngeld.

Die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf begrüßt diesen längst fälligen Schritt ausdrücklich. Insbesondere in Marzahn-Hellersdorf gibt es viele Menschen, die auf ein vergünstigtes Ticket für den ÖPNV angewiesen sind. Mit der Senkung des Preises auf den im ALG-II-Regelsatz vorgesehenen Anteil für Mobilität wird die gesellschaftliche Teilhabe mehr Bürgerinnen und Bürgern Marzahn-Hellersdorfs ermöglicht.

Wir bleiben außerdem bei der Forderung, das Berlin-Ticket S auf den C-Bereich auszuweiten. Die Erweiterung des Tickets würde die Lebensqualität der Empfänger*innen von Transferleistungen erheblich verbessern. Gerade für die Menschen, die in den Randbezirken Berlins leben, ist es nicht nachvollziehbar, dass mit dem Berlin-Ticket zwar weite Wege in die Innenstadt aufgenommen werden können, die Fahrt zum Badesee in Brandenburg aber extra kostet.

Unser Antrag dazu wurde 2014 in der BVV beschlossen, vom damaligen Rot-Schwarzen Senat aber mit der Begründung abgelehnt, dass es bereits eine vertragliche Vereinbarung für das Jahr 2015 gab, 13,1 Mio. Euro „an die Verkehrsunternehmen zu zahlen, um das freiwillige Angebot des Sozialtickets auf dem bisherigen Preisniveau gewährleisten zu können.“ Wenn in diesem Jahr neue Verträge über höhere Ausgleichszahlungen an die Verkehrsunternehmen geschlossen werden – Schätzungen gehen von zusätzlich 23 Mio. Euro für die Preissenkung aus –, wäre dieser Vorschlag erneut zu prüfen. Die Linksfraktion Marzahn-Hellersdorf wird über diese Forderung erneut mit dem Berliner Senat ins Gespräch kommen.