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15. Juni 2012 Linksfraktion in der BVV

ÖKO-TVO jetzt!

Zur Diskussion um den Bau der Tangentialverbindung Ost (TVO) erklärt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf, Christian Schwinge:

Die Fraktion DIE LINKE in der BVV Marzahn-Hellersdorf befürwortet die Entscheidung des Berliner Senats die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) zu errichten. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Lärm- und Schadstoffbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner minimiert wird. Die dringend notwendige Schienen-Trasse für eine S-Bahnverbindung muss unmittelbar mit der Straße zusammen geplant werden.

Eine bloße Verlagerung des Verkehrs aus der Chemnitzer und Köpenicker Straße an den westlichen Rand des Siedlungsgebietes und somit eine Verlagerung der Probleme der Bewohnerinnen und Bewohner an eine andere Stelle ist nicht hinnehmbar. Daher fordert die Linksfraktion das Bezirksamt auf, sich für wirksame Lärmschutzmaßnahmen entlang der TVO einzusetzen. Hierbei müssen auch entsprechende Maßnahmen entlang der Märkischen Allee und somit der Großsiedlung erfolgen.

Die Trassenführung muss so gewählt werden, dass Eingriffe in die Natur möglichst gering gehalten werden. Hierfür ist eine möglichst kurze Route sinnvoll. Ebenso dürfen keine Wohngrundstücke für die neue Straße in Anspruch genommen werden.

Um die Strecke auch ökologisch zu nutzen als ausschließlich durch Individualverkehr mit dem Auto, fordert DIE LINKE eine Schienenverbindung für den öffentlichen Nahverkehr. Hierzu muss sich das Bezirksamt dafür einsetzen, dass in der anstehenden Planungsphase die Errichtung einer ÖPNV-Verbindung berücksichtigt wird.

Diese ÖKO-TVO ist nicht nur ein wichtiger Schritt, um Marzahn-Hellersdorf besser an den Berliner Süden und den neuen Flughafen in Schönefeld anzubinden. Sie wäre auch ein Beispiel für die Planung und Errichtung innerstädtischer Straßen im 21. Jahrhundert.

Gerade in Großstädten wie Berlin ist es notwendig nicht nur einfach eine Straße zu bauen, sondern auch eine Alternative zum Auto anzubieten. Nur so kann der Verstopfung von Städten durch PKW und der damit verbundenen steigenden Belastung durch Feinstaub und Verkehrslärm entgegengewirkt werden.