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29. September 2014 Linksfraktion in der BVV

Pressestimmen zur Vertragsunterzeichnung Frauensporthalle

Am vergangen Freitag fand die Vertragsunterzeichnung zwischen Bezirksbürgermeister Komoß (SPD) und dem VSJ e. V., dem Betreiber der Frauensporthalle im Freizeitforum Marzahn, statt. Mit der Übertragung des Freizeitforums Marzahns (FFM) in das Fachvermögen Schule und Sport will Komoß ab dem 1. Oktober die Verantwortung für das FFM übernehmen. Ab 1. Januar 2015 soll der Betrieb der Frauensporthalle beginnen. Mehrere Zeitungen und Online-Nachrichtendienste berichteten:

 

1.10.2014 Berliner Woche Bürgermeister und Verein unterzeichnen Nutzungsvertrag über zwei Jahre

 

27.09.2014 B.Z. Bezirks-Prestigeprojekt: Sporthalle nur für Frauen in Marzahn

 

27.09.2014 LichtenbergMarzahnPlus.de Sport im Verein

 

27.09.2014 QIEZ.de Vertrag für Frauensporthalle unterzeichnet

 

27.09.2014 Neues Deutschland: Frauen trainieren unter sich.

Ab Januar gibt es in Marzahn-Hellersdorf eine Sporthalle vor allem für weibliche Nutzer
Berlins erste Frauensporthalle öffnet im Januar in Marzahn-Hellersdorf. Mit diesem generationsübergreifenden Projekt sollen mehr Mädchen und Frauen zum Sporttreiben animiert werden.

Die Idee für die Ftauensporthalle, ein berlinweit bislang einmaliges Vorhaben, entstand bereits vor drei Jahren. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hatte damals eine Umfrage zum Sportverhalten durchgeführt. Mit dem Ergebnis: Mädchen und Frauen sind in den Sportvereinen unterrepräsentiert. »Nur ein Drittel der Nutzer sind weiblich«, sagt Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD). Als Begründung gaben viele Frauen an, dass die Angebote öffentlicher Sportstätten bislang nicht ihren Erwartungen entsprechen.

Sie wünschen sich stattdessen vor allem Orte, die sicher und zentral liegen, flexible Nutzungszeiten und attraktive Kleingruppenangebote haben. »Ausgehend von dieser Erkenntnis und der Beobachtung, dass Frauen andererseits häufig in private Fitnessstudios gehen, also sportinteressiert sind, nahmen wir das Modellprojekt in Angriff«, beschreibt der Politiker die Vorgehensweise.

Am Freitag wurde nun offiziell der Nutzungsvertrag mit dem Verein für Sport und Jugendsozialarbeit (VSJ) unterzeichnet. »Wir haben in den vergangenen 20 Jahren in Berlin mehr als 20 unterschiedliche Projekte vor allem für Jugendliche initiiert«, sagt die Vorsitzende Claudia Zinke. Dazu gehören mobile Teams, Sportjugendclubs oder Mädchensportzentren.

Was der Betreiber nun in Marzahn-Hellersdorf auf die Beine stellen soll, wird allen Altersgruppen offen stehen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen bei Fitness, Gesundheit, Gymnastik, Tanz, Ausdauer, aber auch Selbstverteidigung und Klettern. Dazu wird es umfangreiche Kooperationen mit regionalen Sportvereinen geben. »Wir hoffen, mit unseren speziellen Angeboten den Frauenanteil im Vereinssport zu erhöhen und ebenso mehr Migrantinnen im Bezirk zu erreichen«, betont Komoß.

Trainiert werden kann ab Januar in der Sporthalle im Freizeitforum Marzahn (FFM). Wie berichtet, entschieden sich die Bezirksverordneten mehrheitlich für diesen Standort. Sonntags bis donnerstags sind ausschließlich Frauen willkommen, freitags und sonnabends Familien oder bereits bestehende Sportgruppen.

In den nächsten Monaten sind allerdings noch einige Umbauten nötig. In der Halle selbst entsteht unter anderem eine Freikletterwand. Zudem wird ein kleiner Bewegungsraum im Obergeschoss hergerichtet und perspektivisch ist noch ein großer Raum mit Fitnessfläche geplant, im derzeit leerstehenden Erdgeschossbereich. In Vorbereitung ist außerdem die Gründung eines Vereins, der die Angebote für Erwachsene koordiniert. Das bedeutet aber auch: Wer dort künftig Sporttreiben möchte, muss Vereinsmitglied werden und einen Beitrag zahlen. Wie hoch der sein wird, wollte Claudia Zinke vom VSJ noch nicht sagen.

Kritisiert wird das Frauensporthallen-Projekt von der LINKEN in der Bezirksverordnetenversammlung. »Wir sind nicht gegen Frauensport aber gegen diesen Standort«, macht Sarah Fingarow, Bildungs- und Gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion deutlich. Anstatt die Finanzen in eine wirklich marode Halle zu stecken, werde dieses bislang als Mehrzweckhalle genutzte Objekt aufgepeppt. »Offene Angebote, die es dort bislang gab, fallen aber künftig weg.« Zudem fließen allein 70 000 Euro in den Umbau von Räumen für einen Kampfsportverein, der aus der FFM-Halle auszieht.