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26. Oktober 2017 Linksfraktion in der BVV

Kienberg für alle: Nach der IGA wird der Kienberg wieder frei zugänglich für alle - auch nachts!

Olaf Michael Ostertag, stellver-tretender Fraktionsvorsitzender

„Wenn der Wuhlewanderweg einmal gesperrt ist, dann machen die den doch nie wieder auf!“ – so klangen die Befürchtungen vieler Menschen im Bezirk. Auch wir in der BVV haben immer wieder nachgefragt und wollten uns nicht mit unverbindlichen Absichtserklärungen zufrieden geben. Dem unermüdlichen Nachbohren und nicht zuletzt der kritischen Bevölkerung war es zu verdanken, dass zwischen dem Bezirk und der Betreibergesellschaft „Grün Berlin“ eine Zusatzvereinbarung geschlossen wurde, die den schnellstmöglichen Abbau der Einzäunung zusicherte.

Tatsächlich hat die Grün Berlin sehr bald signalisiert, diese Vereinbarung nicht nur einzuhalten, sondern sogar früher umzusetzen als sie müsste (bis zum 31. März 2018 hätte sie Zeit). Ja, das Gelände der „Gärten der Welt“ wird ab dem 1. Dezember größer sein als vor der IGA – und trotzdem werden der Wuhlewanderweg und auch der Kienberg wieder frei zugänglich sein. Allerdings macht sich vor allem die bezirkliche CDU Sorgen vor möglichem Vandalismus.

Sie hatte daher in der Oktober-BVV beantragt, großräumige Umzäunungen um den Kienberg stehen zu lassen bzw. neu zu errichten, um die neu geschaffenen Werte Naturbobbahn, Naturerfahrungsraum, Spielplatz und Waldentwicklungsareal in den Nachtstunden abschließen zu können. Aus unserer Sicht wäre das ein Bruch des gegebenen Versprechens, den Kienberg nach Ende der IGA wieder den Anwohnerinnen und Anwohnern in vollem Umfang zurückzugeben.

Auch wir meinen, dass die neue Bergspitze, also Wolkenhain und Bergstation der Seilbahn, eingezäunt und abschließbar sein müssen. Alle weiteren Areale aber sind aus unserer Sicht offen zu halten. Sollten sich doch Vandalismusschäden zeigen, dann sollen der Bezirk und Grün Berlin die Bürgerinnen und Bürger einbeziehen und mit ihnen eventuell nötige Sicherungsmaßnahmen beraten, bevor diese in die Tat umgesetzt werden.

Zum Glück sind uns in dieser Auffassung alle Fraktionen der BVV gefolgt und der Text wurde entsprechend geändert (Beschluss zur Drucksache 0528/VIII vom 19.10.2017). Der Vorsitzende der CDU-Fraktion hat uns die Wette angeboten, dass die Menschen in Hellersdorf das Vertrauen nicht rechtfertigen, das DIE LINKE in sie setzt – und sofort daran gehen werden, die neuen Einbauten zu zerstören. Das ist natürlich eine Herausforderung nicht nur für uns, sondern für alle Nutzerinnen und Nutzer unseres aufgewerteten Naherholungsgebiets. So gibt es Anlass für den Appell: Bürgerinnen und Bürger, schützt Eure Grünanlagen!

Olaf Michael Ostertag
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender