Zurück zur Startseite
13. Dezember 2016 Marzahn-Hellersdorf

Geschichte von Gut Hellersdorf

Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Soziales und Facility Management

Am 9. November fand im Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf eine weitere Veranstaltung in der Reihe Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte statt. Auf der Grundlage von Lageplänen aus den letzten zwei Jahrhunderten referierte Gerd Jesch, freier Mitarbeiter im Bezirksmuseum, über Entwicklung des bislang wenig erforschten Geländes des ehemaligen Gutes Hellersdorf. Mit Bildern veranschaulichte er die historischen Gebäudenutzungen sowie den Ausbau der Verkehrswege. Die Entwicklungsetappen vom Rittergut zum Berliner Stadtgut mit Rieselfeldwirtschaft und dem späteren LPG-Betrieb der Tier- und Pflanzenproduktion wurden skizziert.

Der florierende landwirtschaftliche Betrieb inmitten einer entstehenden städtischen Großsiedlung endete nach der Wende abrupt. Seitdem hat sich das Gelände allmählich zu einem Gewerbehof entwickelt. Im Rahmen des Vortrages wurden auch Möglichkeiten und Grenzen des Denkmalschutzes thematisiert.

Weitere Informationen unter: www.museum-marzahn-hellersdorf.de

VOM RITTERGUT zur LPG und was wird MORGEN?

Die Ausstellung zeigt die jahrhundertelange Geschichte, auf die das Gut zurückblicken kann – vom adligen Gut Hellersdorf über die Nutzung als Berliner Stadtgut und Volkseigenes Gut bis zur Aufgabe der Landwirtschaft nach 1990. Im Zentrum der Ausstellung stehen erstmals öffentlich gezeigte originale Baupläne, die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg reichen. Ergänzt werden sie um detaillierte, vielfach neu recherchierte Informationen zur Geschichte der einzelnen Bauten.

Ort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin
Ausstellungsdauer: 24.10.2016 bis 19.3.2017
Öffnungszeiten: So bis Fr 11 bis 17 Uhr; Samstag geschlossen

Und wenn man schon einmal vor Ort ist: Sehr zu empfehlen ist auch der Besuch des zweiten Ausstellungsteils mit Daten zur Geschichte bis zu den Ursprüngen des Bezirks und mit einer sehr ästhetischen Ausstellung zu Kaffeeporzellan in der DDR!

Juliane Witt
Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Soziales und Facility Management