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5. Mai 2017 Marzahn-Hellersdorf

Gleiche Rechte für alle - Selbstverständliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung!

Sabine Schwarz, Sprecherin für Behindertenpolitik und Inklusion

5.Mai - Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Ziel ist es, europaweit und möglichst in jedem Kiez in der Nähe auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen.
Dabei geht es immer darum, sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Daher veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland die unterschiedlichsten Veranstaltungen und Aktionen. Die Aufmerksamkeit, die dieses Thema aktuell hat, soll dazu beigetragen werden, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.

Inklusion heißt wortwörtlich übersetzt; „Zugehörigkeit“, also das Gegenteil von Ausgrenzung. In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder Mensch soll aktiver Teil der Gesellschaft sein können - unabhängig von Fähigkeiten, Herkunft, Geschlecht oder Alter. (Zitat: AktionMENSCH)

Am 27. April veranstaltete Lebensnähe e.V. in ihrer Kontakt- und Begegnungsstätte KBS „Das Ufer“ in Alt-Marzahn zu diesem Anlass den Aktionstag: „Mit UNS in Marzahn-Hellersdorf“. Es gab verschiedenste Aktionen, die Projekte des Vereins vorstellten, es gab eine Disco für Alle, kleine Theaterstücke und natürlich ein kleines Imbissangebot. Die Bürgermeisterin eröffnet das Ganze, Herr Flender als Behindertenbeauftragter des Bezirks und Herr Holzmann von der Koordinierungsstelle für Inklusion Marzahn - Hellersdorf / BALL e.V. waren gefragte Gesprächspartner. Ich nutzte die Gelegenheit beim Aktionstag mit Verantwortlichen verschiedener Projekte zu sprechen, die im Bezirk für Menschen mit Behinderungen vor Ort sind, um mich mit ihnen über gute Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Letztere wurden auch beim Spaziergang mit dem Rollstuhl über den Marzahner Anger deutlich. Ansonsten ging das kleine Fest der hoch engagierten und motivierten Aktiven eher von der Öffentlichkeit unbemerkt vorüber-schade!

Mit scheint allerdings auch, dass das was im Bezirk für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen getan wird, zu wenig Wirkung zeigt und nicht im Focus der Öffentlichkeit ist - sei es das gemeinsame Sporttreiben oder die Theaterprojekte, die es gibt, u.a..

2016 gab es in Marzahn-Hellersdorf das 2. Behindertenparlament- eine wirklich gute Sache. Hier wurde ein Podium geboten für ganz konkrete Probleme, Fragen, Vorschläge zum Thema Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen für Betroffene und die Menschen, die ihnen gern ein Sprachrohr geben wollten. Das muss weiter geführt werden. Jeder Schritt ist wichtig, wenn wir es ernst meinen mit einer im Ziel inklusiven Gesellschaft.