Newsletter September 2014 | 12. 9. 2014

Neues aus dem Bezirk

35 Jahre Stadtbezirk Marzahn. Herzlichen Glückwunsch!

An diesem Wochenende feiert der Bezirk Marzahn-Hellersdorf Geburtstag. Gratuliert hatte DIE LINKE bereits zum eigentlichen Datum am 5. Januar. Die Presseerklärung dazu von Norbert Seichter, Verordneter der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf und Bezirksvorsitzender der LINKEN, und Bjoern Tielebein, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf, kann hier nachgelesen werden.

Zweitägige Klausurberatung der Fraktion DIE LINKE in der BVV Marzahn-Hellersdorf

Vom 30. - 31. August 2014 führte die Linksfraktion eine Beratung in der „Alten Börse Marzahn“ durch. Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Bezirkshaushalt 2015, die bezirkliche Liegenschaftspolitik sowie die politischen Schwerpunkte der Arbeit der Linksfraktion in den verbleibenden zwei Jahren dieser Wahlperiode.

DIE LINKE wird in der BVV und darüber hinaus weiterhin die soziale Frage in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Für die gesellschaftliche Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner unseres Bezirkes werden wir weitere Initiativen auf den Weg bringen. Der Ausbau von Schul- und Kita-Plätzen, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle sozialen Schichten, eine am Bedarf orientierte gesundheitliche Versorgung, der Erhalt öffentlicher Räume zur Freizeitgestaltung und die Stärkung kiezorientierter Strukturen für ein solidarisches Zusammenleben vor Ort stehen für uns hierbei im Mittelpunkt.

Die Linksfraktion wird die verbleibenden zwei Jahre dieser Wahlperiode nutzen, um weiterhin für die Umsetzung unseres Wahlprogramms zu streiten. Wir werden deutlich machen, dass DIE LINKE für ein Marzahn-Hellersdorf für alle Bürgerinnen und Bürger steht. Hierbei werden wir auch verstärkt den Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen suchen.

Weitere Informationen zur Klausurberatung in der Presseerklärung Marzahn-Hellersdorf für alle!

Platz da!? - Junges Leben in Marzahn-Hellersdorf.

Unter diesem Motto präsentierten das Jugendamt, die Träger der Kinder- und Jugendarbeit des Bezirks sowie die Projekte und Projektpartner am 11. September 2014 im Freizeitforum Marzahn die Vielfalt ihrer Angebote auf einem bunten „Markt der Möglichkeiten“. Unsere Jugendstadträtin Juliane Witt sagt: "Nach der Übertragung der Freizeiteinrichtungen wollen wir schauen, wie die neuen Teams die Jugendarbeit mit neuen Akzenten versehen - andererseits traditionsreiche Formen weiterführen." Im Mittelpunkt der Veranstaltung  stand neben dem fachlichen Dialog das gegenseitige Kennenlernen. Mehr Informationen zur Messe hier.

Schöner leben ohne Nazis!

Mit dem Fest "Schöner leben ohne Nazis" auf dem Alice-Salomon-Platz begannen am 7. September die in unserem Bezirk mittlerweile traditionsreichen Interkulturellen Tage sowie die „Aktionswochen für ein offenes und vielfältiges Berlin“. Verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften und Religionsgemeinschaften präsentierten sich, um gemeinsam ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu setzen. Unter dem Motto „Gemeinsamkeiten finden – Unterschiede feiern“ finden bis zum 1. Oktober 58 Veranstaltungen statt. Mehr zum Programm hier.

Gedenktafel für Ronald M. Schernikau

»Der Kapitalismus hatte nur eine Chance: So zu tun, als sei er keiner.
Er würde den Leuten mit dem Stundenlohn erzählen müssen, sie seien Herren ihrer selbst. Das hat geklappt. Herzlichen Glückwunsch.«
Ronald M. Schernikau

Hellersdorf hat einen weiteren Ort der Erinnerung. In der Cecilienstraße wurde am 5. September eine Gedenktafel für den Schriftsteller Ronald M. Schernikau eingeweiht. Die Initiative kam von unserem Landesvorsitzenden Klaus Lederer und dem LINKEN Abgeordneten Carsten Schatz. Unsere Kulturstadträtin Juliane Witt unterstützte gemeinsam mit der Stadt&Land diese Idee. Witt, die durch die Veranstaltung führte, sagte: »Es ist ein gutes Signal, wenn wir jetzt mit einer Informationstafel an den Menschen, Künstler und selbstbewussten Homosexuellen erinnern.« Fast 23 Jahre nach Schernikaus Tod erinnert in der Cecilienstraße 241 in Marzahn-Hellersdorf jetzt eine Tafel mit dem Zitat "Die Anmaßung der Welt vergessen und uns ihr zuwenden" an ihn.

September 1989: Viele Menschen verlassen die DDR; Ronald M. Schernikau zieht in die DDR und bezieht eine Neubauwohnung in der damaligen nach Albert Norden, einem früheren Politbüromitglied der SED, benannten Straße in Hellersdorf. Der Autor Schernikau wurde unter anderem durch seine "Kleinstadtnovelle" aus dem Jahre 1980 bekannt, die das Aufwachsen als schwuler, unangepasster Jugendlicher in einer spießigen westdeutschen Kleinstadt beschreibt. Der Roman wurde ein Bestseller und ist heute sogar Bestandteil des Deutschunterrichts an vielen Schulen. Schernikau studierte in West-Berlin Germanistik, Psychologie und Philosophie und wurde Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW). 1986 begann er ein Studium am Institut für Literatur Johannes R. Becher in Leipzig und schloss es mit dem Buch "Die Tage in L." ab.

In der DDR arbeitete er als Dramaturg für Hörfunk und Fernsehen beim Henschelverlag in Ost-Berlin. Am 20. Oktober 1991 starb Ronald M. Schernikau an den Folgen einer AIDS-Erkrankung. Nur wenige Tage zuvor hatte er sein Werk "Legende" fertiggestellt, welches posthum und durch die Unterstützung von Autor*innen wie Peter Hacks, Elfriede Jelinek, Dietrich Kittner und Hermann L. Gremliza erschienen ist.

Eröffnung "LaLoka"

Am 23. August wurde auf dem Boulevard Kastanienallee in Hellersdorf das "LaLoka" (Ladenlokal) eröffnet. Das "LaLoka" soll zu einem Begegnungsort für die Geflüchteten aus dem Heim in der Carola-Neher-Straße und für alle Hellersdorfer*innen werden. Die Initiative für das Lokal kam von "Hellersdorf hilft e. V.", von der studentischen Initiative „grenzen_weg“ und von engagierten Einzelpersonen. Auch DIE LINKE unterstütze die Einrichtung des "LaLoka". Zur Eröffnung sprach unsere Sozialstadträtin Dagmar Pohle, die auch gleich Fördermitglied wurde. „Ziel ist es, den noch leeren Raum gemeinsam mit den Geflüchteten und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit Ideen und Projekten zu füllen“ erklärt Stephan Jung, Pressesprecher von Hellersdorf hilft.

Neben der Möglichkeit zur Begegnung bietet das "LaLoka" Geflüchteten Computer mit Internetzugang und mittlerweile eine kleine Bibliothek aus gespendeten Büchern. Demnächst sollen auch Volkshochschulkurse angeboten werden.

Wer selbst das "LaLoka" und den "Hellersdorf hilft e. V." unterstützen möchte, kann hier spenden.

Kinderfest im Heim für Wohnungslose und Geflüchtete in Marzahn

Am Montag, dem 18. August 2014 fand im Heim für Wohnungslose und Geflüchtete der Neustart GmbH in der Otto-Rosenberg-Str. in Marzahn ein Kinderfest statt. Unsere Verordneten Sarah Fingarow und Kristian Ronneburg hatten das Fest, finanziert durch den Bezirksverband der LINKEN Marzahn-Hellersdorf, organisiert und kümmerten sich auch um die Umsetzung. Unterstützung kam vom Heim selbst und anderen freiwilligen Helfer*innen. Auch Petra Pau, unsere Sozialstadträtin Dagmar Pohle und unsere Wahlkreisabgeordnete für Marzahn Mitte Manuela Schmidt waren als Gäste und Helferinnen vor Ort. Neben Schminken gab es eine Hüpfburg, Popcorn, Waffeln und - nach kurzem Schauer - auch Gegrilltes. Die Kinder konnten sich zudem über einen vom Bezirksverband finanzierten Kicker freuen, der der Heimleiterin Frau Sabine Wiesenthal übergeben wurde.

Zwei neue Stolpersteine in Kaulsdorf

Am 6. August fand in der Hannsdorfer Str. 8 die Stolpersteinverlegung für Emilie und Emil Roth statt. Um die 100 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der vom Mahlsdorfer Posaunenchor musikalisch umrahmten Feierlichkeit teil. Auch die demokratischen BVV-Fraktionen waren vertreten. Initiiert hatte alles die pensionierte Ärztin Dr. Barbara Töpfer. Mit praktischer Hilfe von Frau Ifland (Bezirksmuseum) forschte sie zu der ihr aus der Kindheit bekannten Geschichte ehemaliger jüdischer Nachbarn. Dank der Mithilfe von Bernd-Rüdiger Lehmann, Mitglied des Vorstandes des DGB-Kreisverbandes Ost, sind jetzt der 28. und 29. Stolperstein im Stadtbezirk verlegt. weiterlesen

Beiträge zur Bezirkspolitik

Aus den Siedlungsgebieten: Baubeginn für die Tangentialverbindung Ost nunmehr 2018?

Die in ihrem Verlauf nach wie vor umstrittene Tangentiale Verbindung Ost ist in ihrem Baubeginn durch den Berliner Senat ein weiteres Mal verschoben worden. Der Beginn des Baus, ursprünglich für 2017 angekündigt, ist jetzt frühestens für das Jahr 2018 angedacht. weiterlesen

Drucksachen der Linksfraktion

Zum Schulweg für Kinder aus der Schmetterlingssiedlung in Biesdorf Drucksache - 1564/VII

Schulbus in Biesdorf einsetzen Drucksache 1565/VII

Zu verkehrssichernden Maßnahmen an der Marzahner Promenade Höhe Einkaufszentrum/Ärztehaus Drucksache - 1567/VII

Hinweisschild "Vorsicht Schule" vor dem Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium Drucksache 1575/VII

Moratorium beim Personalabbau verhängen Drucksache 1576/VII

Fläche für Kräutergärten bereitstellen Drucksache 1577/VII

Essbare Nutzpflanzen statt Ziergehölze, auch in Marzahn-Hellersdorf?! Drucksache 1578/VII 

Zum Bündnis für soziale Wohnungspolitik von Senat und Bezirken Drucksache 1579/VII

Zum Ende des Personalabbaus Drucksache 1580/VII

Zur Sporthalle des „Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums“ Drucksache 1581/VII

Zur Einschulung von Kindern mit Behinderungen Drucksache - 1582/VII

Zur Beschulung von Flüchtlingskindern Drucksache - 0644/VII

Zu finanziellen Mitteln für das Förderprogramm Entwicklung der Sozialräume in Hellersdorf Ost, Kastanienboulevard Drucksache - 1595/VII

Presseecho

11. 9. 2014 Berliner Woche: Verbotene Sommerrodungen strenger ahnden

10. 9. 2014 LichtenbergMarzahnPlus.de: Weniger Dienstleistungen für die Bürger

9. 9. 2014 QIEZ: Schloss Biesdorf lässt auf sich warten

9. 9. 2014 LichtenbergMarzahnPlus.de: Arbeiten am Obergeschoss beginnen

5. 9. 2014 LichtenbergMarzahnPlus.de: Ronald M. Schernikau in Hellersdorf

4. 9. 2014 Berliner Woche: Bezirk sucht Schloss-Betreiber. Verhandlungen mit der Grün Berlin GmbH haben begonnen

August/September "Die Hellersdorfer": Gedenktafel für Ronald Schernikau

August/September "Die Hellersdorfer": Neues Familienzentrum

Fraktion DIE LINKE
in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf von Berlin

Helene-Weigel-Platz 8 in 12681 Berlin
Tel: (030) 54 43 18 90 | Fax: (030) 54 43 18 91
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